Mach's einfach selbst! In der App öffnen

Wissen

Dämmstoffe im Überblick

Von Mineralwolle über Hartschaum bis Holzfaser: Eigenschaften, typische Einsatzorte und worauf du beim Umgang achten solltest.

Cartoon zum Thema Dämmstoffe im Überblick

Wärmeleitfähigkeit

Die wichtigste Kennzahl ist die Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda), angegeben in W/(m·K), oder die Wärmeleitstufe (WLS). Je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Material bei gleicher Dicke. Daneben zählen Brandverhalten, Feuchteverhalten, Schallschutz und Preis.

Mineralwolle

Glaswolle und Steinwolle sind nicht brennbar oder schwer entflammbar, dämmen auch Schall und sind vergleichsweise günstig. Typisch für Dach, Trockenbauwände und Zwischensparren. Beim Verarbeiten jucken die Fasern: lange Kleidung, Handschuhe, Schutzbrille und Staubmaske tragen.

Hartschaum: EPS, XPS, PUR/PIR

EPS (Styropor) ist günstig und verbreitet an Fassaden. XPS nimmt kaum Wasser auf und eignet sich für Perimeter- und Sockelbereiche. PUR/PIR dämmt bei geringer Dicke sehr gut. Alle drei sind brennbar und nur in geprüften Systemen zu verwenden.

Holzfaser, Zellulose & Co.

Holzfaser, Zellulose, Hanf oder Schafwolle sind nachwachsende Dämmstoffe. Sie können Feuchte puffern und schützen durch ihre Masse im Dach gut vor Sommerhitze. Zellulose wird meist von Fachbetrieben eingeblasen.

Innendämmung

Wenn die Fassade nicht gedämmt werden kann, etwa bei Denkmalschutz, wird innen gedämmt. Das ist bauphysikalisch heikel, weil sich hinter der Dämmung Tauwasser bilden kann. Kapillaraktive Systeme wie Kalziumsilikat oder Holzfaser verzeihen mehr – plane solche Maßnahmen am besten mit einer Fachperson.

Alte Mineralwolle

Mineralwolle, die vor etwa Mitte der 1990er-Jahre eingebaut wurde, kann als gesundheitlich bedenklich gelten. Beim Ausbau Staub vermeiden, Schutzausrüstung tragen und das Material in Säcken getrennt entsorgen. Bei größeren Mengen ist ein Fachbetrieb die sichere Wahl.