Fachbetrieb beauftragen
Wie du einen guten Handwerksbetrieb findest, was in den Vertrag gehört und wie du die Handwerkerrechnung steuerlich nutzen kannst.

Den richtigen Betrieb finden
Frag im Bekanntenkreis und bei Nachbarn nach Empfehlungen und schau dir Referenzen an. Arbeiten an Strom- und Gasanschlüssen dürfen nur Betriebe ausführen, die beim jeweiligen Netzbetreiber eingetragen sind – frag danach. Ein Vor-Ort-Termin vor dem Angebot zeigt, ob der Betrieb gründlich arbeitet.
Auftrag schriftlich
Halte Leistungsumfang, Preis, Termine und Zahlungsweise schriftlich fest. Auch Änderungen und Zusatzarbeiten solltest du schriftlich vereinbaren. Das schützt beide Seiten bei späteren Unstimmigkeiten.
Abnahme
Nach Fertigstellung nimmst du die Leistung gemeinsam ab und hältst Mängel in einem Protokoll fest. Mit der Abnahme beginnt in der Regel die Gewährleistungsfrist. Nimm dir dafür Zeit und prüf bei gutem Licht.
Handwerkerleistungen absetzen
Für Renovierung, Reparatur und Modernisierung im eigenen Haushalt kannst du nach § 35a EStG in der Regel 20 % der Arbeitskosten von der Steuer abziehen, höchstens 1.200 € Steuerermäßigung pro Jahr (Stand 2026). Die Bundesregierung plant, den Bonus ab 2027 auf 15 % bzw. höchstens 900 € zu senken (Gesetzentwurf, Stand Oktober 2026) – prüf vor der Steuererklärung den aktuellen Stand. Das gilt für Eigentümer und Mieter. Materialkosten zählen nicht, deshalb sollten Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten auf der Rechnung getrennt ausgewiesen sein.
Voraussetzungen
Du brauchst eine ordentliche Rechnung und musst per Überweisung zahlen – Barzahlungen werden nicht anerkannt. Ausgeschlossen sind unter anderem Neubaumaßnahmen und Leistungen, für die du bereits öffentliche Fördermittel nutzt. Die Regeln können sich ändern; im Zweifel frag deinen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein.
Schwarzarbeit vermeiden
Ohne Rechnung gibt es keine Gewährleistung, keinen Steuerabzug und im Schadensfall oft keinen Versicherungsschutz. Außerdem machen sich beide Seiten strafbar bzw. handeln ordnungswidrig. Der vermeintlich günstige Preis lohnt sich deshalb fast nie.