Glossar: Fachbegriffe kurz erklärt
Die wichtigsten Begriffe vom Bau, aus dem Baumarkt und aus den Anleitungen – kurz und verständlich erklärt.

A–B
Abdichtung: wasserdichte Schicht unter Fliesen in Bad und Dusche, geregelt in DIN 18534. Acryl: überstreichbarer, nur begrenzt dehnbarer Dichtstoff für trockene Innenfugen. Armierung: Gewebe, das in Putz oder Spachtel eingebettet wird, um Risse zu verhindern. Ausblühung: weiße Salzkristalle auf Mauerwerk oder Putz, meist ein Zeichen von Feuchte. Bewegungsfuge: elastisch gefüllte Fuge, die Bauteilbewegungen aufnimmt und nicht mit Fugenmörtel geschlossen werden darf.
C–E
Dampfbremse: Folie oder Platte, die den Durchgang von Wasserdampf in die Dämmung begrenzt. Diffusionsoffen: lässt Wasserdampf durch, sodass Feuchte aus dem Bauteil entweichen kann. Dispersion: Bindemittel aus fein verteilten Kunstharzteilchen in Wasser, Basis vieler Farben und Kleber. Entkopplung: Schicht unter Fliesen, die Spannungen aus dem Untergrund abfängt. Estrich: Bodenschicht aus Zement, Calciumsulfat oder Trockenelementen, auf der der Belag liegt.
F–G
Feinsteinzeug: sehr dichte, harte Fliese mit kaum Wasseraufnahme, braucht meist einen C2-Kleber. Fungizid: Zusatz gegen Pilze und Schimmel, etwa in Sanitärsilikon. Gipskarton: Bauplatte mit Gipskern und Kartonummantelung für Trockenbauwände und Decken. Grundierung: erster Anstrich, der Saugfähigkeit ausgleicht und die Haftung verbessert. Gewährleistung: gesetzliche Pflicht des Handwerkers, Mängel an seiner Leistung innerhalb einer Frist zu beseitigen.
H–K
Haftgrund: Grundierung, die auf glatten oder dichten Flächen wie Fliesen oder Lack Haftung schafft. Hohlstelle: Bereich, in dem Putz oder Fliese nicht fest am Untergrund anliegt, erkennbar am hohlen Klang. Kalk: mineralisches Bindemittel für Putze und Farben, alkalisch und diffusionsoffen. Kapillaraktiv: Material, das Feuchte aufnehmen, verteilen und wieder abgeben kann. KMF: künstliche Mineralfasern; ältere Mineralwolle kann gesundheitlich bedenklich sein.
L–M
Laibung: seitliche Fläche einer Fenster- oder Türöffnung in der Wand. Lambda-Wert: Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffs, je kleiner, desto besser dämmt er. Lasur: durchscheinende Beschichtung, die die Holzmaserung sichtbar lässt. Lotrecht: genau senkrecht, geprüft mit Wasserwaage, Lot oder Laser. Mineralisch: auf Basis von Stein, Kalk, Zement oder Silikat, nicht auf Kunstharz.
N–R
Nassabrieb: Maß nach DIN EN 13300, wie gut eine Wandfarbe feuchtes Reinigen verträgt. Offene Zeit: Zeitspanne, in der aufgetragener Kleber noch klebt und belegt werden kann. PAK: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Schadstoff etwa in alten schwarzen Parkettklebern. pH-Wert: Maß dafür, ob ein Stoff sauer, neutral oder alkalisch ist. Rohinstallation: Leitungen und Anschlüsse, die vor Putz, Fliesen und Endmontage verlegt werden.
S
Schönheitsreparaturen: Streichen und Tapezieren in der Mietwohnung, die vertraglich auf Mieter übertragen sein können. Silikon: dauerelastischer, wasserfester Dichtstoff für Fugen im Nassbereich, nicht überstreichbar. Spachtelmasse: Masse zum Füllen von Löchern, Fugen und zum Glätten von Flächen. Sperrgrund: Grundierung, die Flecken von Nikotin, Wasser oder Holzinhaltsstoffen am Durchschlagen hindert. Spritzwasserbereich: Wandzone um Dusche, Wanne und Waschbecken, die regelmäßig nass wird und abgedichtet sein muss.
T–Z
Taupunkt: Temperatur, bei der Luftfeuchtigkeit als Wasser ausfällt, etwa an kalten Wänden. Tiefgrund: dünnflüssige Grundierung, die stark saugende oder leicht sandende Untergründe verfestigt. Trittschalldämmung: Dämmschicht unter Boden oder Estrich gegen Gehgeräusche. Wärmebrücke: Stelle, an der mehr Wärme nach außen abfließt als in der Umgebung, oft Schimmelgefahr. Zementschleier: grauer Belag auf Fliesen nach dem Verfugen, der mit saurem Reiniger entfernt wird.