Hausmittel – was wirklich hilft
Essig, Zitronensäure, Natron und Soda können viel – aber nicht alles. Hier steht, wofür sie taugen und wo sie Schaden anrichten.

Essig
Löst Kalk an Armaturen, Duschköpfen und Fliesen und wirkt gegen Gerüche. Auf Marmor, Kalkstein und anderem kalkhaltigem Naturstein hinterlässt er stumpfe, angeätzte Stellen. Auf Dauer kann er Gummidichtungen, Silikonfugen und zementäre Fugen angreifen – deshalb nicht regelmäßig in Waschmaschine oder Spülmaschine.
Zitronensäure
Entkalkt kräftig und riecht kaum, zum Beispiel für Wasserkocher und Perlatoren. Nur mit kaltem oder lauwarmem Wasser anwenden, weil sich bei Hitze schwer lösliche Rückstände bilden können. Bei Kaffeemaschinen gilt die Herstellerangabe, was zum Entkalken erlaubt ist.
Natron
Mild alkalisch und leicht scheuernd: gut gegen Gerüche, angebrannte Töpfe und leichte Verkrustungen, als Paste mit etwas Wasser. Es ist relativ schonend, kann aber empfindliche Hochglanzflächen zerkratzen. Backpulver enthält Natron, wirkt aber schwächer.
Soda
Deutlich stärker alkalisch als Natron und ein guter Fettlöser, etwa für Dunstabzugsfilter oder stark verschmutzte Fliesen. Es reizt Haut und Augen – Handschuhe tragen. Nicht auf Aluminium, lackiertem oder geöltem Holz verwenden.
Was nicht funktioniert
Natron und Essig zusammen schäumen eindrucksvoll, neutralisieren sich aber größtenteils; gegen einen echten Abflusspfropf hilft das wenig. Gegen Schimmel sind Essig und Hausmittel keine verlässliche Lösung, weil sie die Ursache nicht beseitigen. Hausmittel nie mit chlorhaltigen Reinigern kombinieren.
Faustregel
Kalk → Essig oder Zitronensäure, aber nicht auf Naturstein. Fett → Soda oder Natron. Gerüche → Natron. Bei empfindlichen Oberflächen erst an einer unauffälligen Stelle testen.