Kleber und Mörtel
Was die Kürzel auf dem Fliesenkleber bedeuten, wann Montagekleber reicht und welcher Holzleim für feuchte Bereiche taugt.

Fliesenkleber C1 und C2
Zementäre Fliesenkleber werden mit C gekennzeichnet. C1 ist ein normaler Kleber, C2 hat eine erhöhte Haftung. C2 brauchst du zum Beispiel bei großformatigen Fliesen, Feinsteinzeug, Fußbodenheizung, Fliese auf Fliese und überall dort, wo der Hersteller ihn verlangt.
Zusatzkürzel
F steht für schnell erhärtend, T für reduziertes Abrutschen an der Wand, E für verlängerte offene Zeit. S1 und S2 bezeichnen verformbare Kleber, die Bewegungen besser aufnehmen – im Handel oft „Flexkleber“ genannt. Ein C2TE S1 ist also ein verbesserter, standfester, verformbarer Kleber mit längerer Verarbeitungszeit.
Anmachen und offene Zeit
Rühr den Kleber genau im angegebenen Wasserverhältnis an und lass ihn kurz reifen, dann noch einmal durchrühren. Zieh nur so viel Fläche auf, wie du innerhalb der offenen Zeit belegen kannst. Bildet sich eine Haut, haftet die Fliese nicht mehr richtig.
Montagekleber
Kleber aus der Kartusche für Leisten, Paneele, Stuck und kleine Bauteile. Es gibt lösemittelfreie Varianten auf Dispersionsbasis für saugende Untergründe und Hybridkleber, die auch auf glatten Flächen halten. Für Fliesen und schwere Lasten ist er kein Ersatz für Fliesenkleber oder Dübel.
Holzleim
Weißleim (PVAc) wird nach Wasserbeständigkeit in D1 bis D4 eingeteilt. D2 reicht für Möbel in trockenen Räumen, D3 für gelegentlich feuchte Bereiche wie Küche oder Bad, D4 für häufige Feuchte. Wichtig sind saubere, passende Flächen und ausreichend Pressdruck mit Zwingen.
Mörtel
Mauermörtel, Putzmörtel und Reparaturmörtel sind unterschiedliche Produkte und nicht beliebig austauschbar. Mörtel nie bei Frost verarbeiten und frische Flächen vor zu schnellem Austrocknen schützen. Zementhaltige Produkte sind ätzend – Handschuhe und Schutzbrille tragen.