Kosten planen und Angebote vergleichen
Wie du ein realistisches Budget aufstellst, einen Puffer einplanst und Handwerkerangebote so vergleichst, dass am Ende keine bösen Überraschungen kommen.

Budget aufstellen
Liste alle Arbeiten Raum für Raum auf und trenne Material, Fremdleistungen und Eigenleistung. Rechne auch Nebenkosten mit: Werkzeugmiete, Container, Entsorgung, Schutzfolien und Fahrten. Unterschätzt werden meist die vielen Kleinteile.
Puffer einplanen
Bei Renovierungen tauchen fast immer Überraschungen auf, im Altbau besonders. Üblich ist ein Puffer von 10–20 % der geplanten Summe. Leg ihn von Anfang an fest und nutz ihn nicht für Extrawünsche.
Vergleichbare Angebote
Hol für jedes Gewerk zwei bis drei Angebote auf Grundlage derselben Leistungsbeschreibung ein. Nur dann kannst du Positionen und Mengen direkt nebeneinanderlegen. Ein deutlich billigeres Angebot lässt oft Leistungen weg, die später als Nachtrag kommen.
Worauf du im Angebot achtest
Sind Mengen, Einheitspreise und Materialqualität genannt? Sind Anfahrt, Baustelleneinrichtung, Entsorgung, Schutzmaßnahmen und Nebenarbeiten enthalten oder extra? Wie werden Stundenlohnarbeiten und Zusatzleistungen abgerechnet? Unklare Pauschalen solltest du nachfragen.
Kostenvoranschlag und Festpreis
Ein Kostenvoranschlag ist eine Schätzung, die in Grenzen überschritten werden darf; der Handwerker muss dich bei einer wesentlichen Überschreitung aber rechtzeitig informieren. Ein Pauschal- oder Festpreis bietet mehr Sicherheit, solange sich der Leistungsumfang nicht ändert. Halte Änderungen immer schriftlich fest.
Zahlungen
Zahl Abschläge nur für erbrachte Leistungen und keine großen Vorauszahlungen. Überweise statt bar zu zahlen – das ist auch für die steuerliche Absetzbarkeit wichtig. Einen Teil der Schlussrechnung kannst du bei sichtbaren Mängeln bis zur Beseitigung zurückhalten.