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Wissen

Reinigungsmittel richtig einsetzen

Sauer, alkalisch oder neutral: welcher Reiniger gegen welchen Schmutz hilft, welche Oberflächen er angreift und warum du Reiniger nie mischen darfst.

Cartoon zum Thema Reinigungsmittel richtig einsetzen

Der pH-Wert entscheidet

Reiniger werden nach ihrem pH-Wert eingeteilt: sauer (unter 7), neutral (um 7) und alkalisch (über 7). Jede Gruppe löst andere Verschmutzungen. Wer den passenden Reiniger nimmt, braucht weniger Kraft und schont die Oberfläche.

Saure Reiniger

Lösen Kalk, Urinstein, Rost und Zementschleier – typisch für Bad, WC und Wasserkocher. Sie greifen kalkhaltige Materialien an: Marmor, Kalkstein, Solnhofener Platten, Terrazzo und auch zementäre Fugen. Auf Naturstein deshalb nur Produkte verwenden, die ausdrücklich dafür geeignet sind.

Alkalische Reiniger

Lösen Fett, Öl, Eiweiß und Ruß – etwa in Küche, Backofen und an Dunstabzugsfiltern. Stark alkalische Mittel können Aluminium, lackiertes Holz und manche Kunststoffe angreifen. Haut und Augen schützen, denn sie wirken ätzend.

Neutralreiniger

Für die tägliche Unterhaltsreinigung von Böden, Möbeln, Fliesen und empfindlichen Oberflächen. Sie lösen keinen Kalk und kaum hartnäckiges Fett, sind aber materialschonend. Für Holz und Naturstein gibt es spezielle Pflegemittel.

Nie mischen

Mische niemals Reiniger miteinander. Besonders gefährlich ist chlorhaltiger Reiniger zusammen mit sauren Mitteln wie Kalk- oder WC-Reiniger oder Essig: Dabei entsteht giftiges Chlorgas. Auch nacheinander angewendet sollten sie nicht in Kontakt kommen – gründlich mit Wasser nachspülen.

Sicher anwenden

Lies die Gefahrenhinweise auf dem Etikett und dosiere nach Angabe – mehr hilft nicht mehr. Trag Handschuhe, lüfte gut und teste neue Mittel erst an einer unauffälligen Stelle. Reiniger immer im Originalgebinde und für Kinder unerreichbar aufbewahren.