Backofen reinigen
Eingebranntes Fett und Krusten im Backofen lösen – mit Natron als Hausmittel, mit Backofenreiniger oder per Selbstreinigung.

- Schwierigkeit
- leicht
- Zeitaufwand
- 30 Min. + Einwirkzeit (Natron über Nacht)
- Kostenrahmen
- 2–10 €
- Schritte
- 9
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja. Normale Haushaltsarbeit.
Werkzeug
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- Schwamm mit weicher Scheuerseite
- Kunststoffschaber oder Ceranfeldschaber
- Sprühflasche
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Material
- Natron (Backpulver geht notfalls, wirkt schwächer)
- Spülmittel
- ggf. Backofenreiniger
Schritt für Schritt: Backofen reinigen
Ofen abkühlen lassen
Nur im kalten Ofen arbeiten. Bleche, Roste und Einhängegitter herausnehmen; Einhängegitter lassen sich meist nach vorne aus den Halterungen ziehen.
Grobes entfernen
Lose Krümel ausfegen oder aussaugen. Dicke Krusten am Boden vorsichtig mit dem Kunststoffschaber abheben.
Natronpaste anrühren
Etwa 3 Esslöffel Natron mit wenig Wasser zu einer streichfähigen Paste verrühren. Bei starkem Schmutz die doppelte Menge.
Paste auftragen
Paste mit dem Schwamm auf Boden, Wände und Tür-Innenseite streichen. Heizstäbe, Lüftergitter und die Türdichtung aussparen.
Einwirken lassen
Mindestens einige Stunden, am besten über Nacht einwirken lassen. Eingetrocknete Stellen zwischendurch mit Wasser aus der Sprühflasche anfeuchten.
Abwischen und nachwischen
Gelösten Schmutz mit Schaber und feuchtem Schwamm abnehmen, dann mehrmals mit klarem Wasser nachwischen, bis keine weißen Schlieren mehr bleiben.
Bleche und Roste einweichen
Bleche und Roste in heißem Wasser mit Spülmittel einweichen, bei Bedarf Natron dazugeben. Emaillierte Bleche nicht mit Stahlwolle bearbeiten.
Scheibe reinigen
Die Glasscheibe innen mit Natronpaste oder Spülmittel säubern, Krusten mit dem Ceranfeldschaber flach abschieben. Viele Türen lassen sich zum Reinigen der Zwischenscheiben zerlegen – nur nach Bedienungsanleitung.
Ofen kurz aufheizen
Tür einige Minuten offen lassen, dann den Ofen etwa 10 Minuten bei mittlerer Temperatur leer laufen lassen. So trocknet alles und letzte Reinigerreste verfliegen.
Typische Fehler
- Backofenspray auf Heizstäbe, Lüfter oder Türdichtung sprühen – das schadet Bauteilen und riecht beim nächsten Backen.
- Katalytische Selbstreinigungsflächen (raue, matte Rückwand) scheuern oder mit Reiniger behandeln – die Beschichtung wird zerstört.
- Stahlwolle oder Scheuermilch auf Emaille und Glas – es bleiben Kratzer, an denen sich Schmutz noch schneller festsetzt.
- Natronreste nicht gründlich nachwischen – beim nächsten Aufheizen bilden sich weiße Flecken.
Profi-Tipps
- Hat dein Ofen eine Pyrolyse-Funktion, reicht nach dem Programm meist ein feuchtes Tuch für die Asche. Bleche vorher herausnehmen, Herstellerangabe beachten.
- Frische Spritzer gleich nach dem Abkühlen abwischen – dann musst du kaum noch grundreinigen.
- Ein Blech mit etwas Wasser bei 100 °C rund 20 Minuten im Ofen weicht leichte Verschmutzungen an.
Sicherheit
- Backofenreiniger ist meist stark alkalisch und ätzend: Handschuhe und Schutzbrille tragen, gut lüften, Kinder fernhalten.
- Nie verschiedene Reiniger mischen und Backofenspray nicht mit Essig oder Zitronensäure kombinieren.
- Während der Pyrolyse wird die Tür sehr heiß – Kinder und Haustiere fernhalten, Küche lüften.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei defekter Türdichtung, gesprungener Scheibe oder ausgefallener Heizung: Kundendienst des Herstellers oder Elektrofachbetrieb.