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Außen & Garten

Pflasterfugen neu verfugen

Leere oder ausgewaschene Pflasterfugen mit Fugensand oder Fugenmörtel neu füllen – damit die Steine festliegen und weniger Unkraut wächst.

Heimwerker kehrt mit Hingabe Fugensand ein, während der Hund begeistert hinter ihm herläuft und jede gefüllte Fuge sofort wieder auskratzt.
Schwierigkeit
mittel
Zeitaufwand
ca. 1 Tag + Aushärtezeit
Kostenrahmen
20–100 € (für ca. 20 m²)
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja. Wichtig ist die Wahl zwischen Sand und Mörtel – sie hängt vom Unterbau ab. Mieter: bei größeren Flächen mit dem Vermieter absprechen.

Werkzeug

  • Fugenkratzer bei Amazon ansehen Werbung
  • Hochdruckreiniger oder Schrubber
  • Weicher Besen und Gummischieber bzw. Gummiwischer
  • Gießkanne mit Brause oder Gartenschlauch mit Sprühaufsatz
  • Eimer, ggf. Rührquirl bei Amazon ansehen Werbung

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Material

  • Fugensand (z. B. gewaschener Quarz- oder Brechsand) für ungebundene Flächen
  • oder Fugenmörtel (meist kunstharzgebunden, wasserdurchlässig) laut Herstellerangabe
  • Wasser

Schritt für Schritt: Pflasterfugen neu verfugen

  1. Bauweise klären

    Liegen die Steine in Sand oder Splitt (ungebunden), passt in der Regel Fugensand oder ein wasserdurchlässiger Fugenmörtel. Starrer Zementfugenmörtel gehört nur auf eine gebundene Bauweise mit Betonbett – sonst reißt er.

    AUFBAU IM SCHNITTFuge: Sand oder MörtelPflaster/PlatteBettung 3–5 cmTragschichtSchotter 15–20 cmUntergrundverdichtetGefälle ca. 2 % vom Haus weg
  2. Fugen tief auskratzen

    Alten Sand, Moos und Unkraut aus den Fugen kratzen. Für Fugenmörtel braucht es laut Herstellern meist eine Mindesttiefe von etwa 3 cm und Mindestbreite von einigen Millimetern.

  3. Fläche reinigen

    Fläche und Fugen mit Hochdruckreiniger oder Schrubber säubern und Schmutz abspülen. Wackelnde Steine jetzt neu setzen.

  4. Variante Sand: einkehren

    Trockenen Fugensand auf die Fläche schütten und mit dem Besen diagonal zu den Fugen einkehren, bis sie voll sind.

  5. Variante Sand: einschlämmen

    Mit feinem Wasserstrahl einschlämmen, damit der Sand nach unten sackt. Trocknen lassen, nachkehren und wiederholen, bis die Fugen bündig voll bleiben.

  6. Variante Mörtel: vorwässern

    Bei Fugenmörtel die Fläche nach Herstellerangabe gründlich vornässen – das verhindert, dass Bindemittel auf den Steinen haftet und Flecken hinterlässt.

  7. Variante Mörtel: einarbeiten

    Mörtel anmischen bzw. ausgießen und mit Gummischieber diagonal zur Fuge einarbeiten. Überschuss nach der vom Hersteller genannten Zeit mit dem weichen Besen abkehren.

  8. Aushärten lassen

    Sand: Fläche ist sofort begehbar, nach Regen nachkehren. Mörtel: Begehbarkeit und Befahrbarkeit laut Hersteller abwarten, meist einige Tage; in dieser Zeit vor starkem Regen schützen.

Typische Fehler

  • Starrer Zementmörtel in Fugen auf Sandbett – die Fugen reißen nach dem ersten Winter.
  • Fugenmörtel auf trockene Steine – es bleiben hässliche Schleier.
  • Fugen nur oberflächlich auskratzen – der neue Mörtel hält nicht.
  • Bei Frostgefahr oder angekündigtem Regen verfugen.

Profi-Tipps

  • Spezieller Fugensand mit Zusätzen gegen Unkraut gibt es auch – er verzögert Wildwuchs, verhindert ihn aber nicht völlig.
  • Für die Einfahrt einen Fugenmörtel wählen, der ausdrücklich für Befahrung freigegeben ist.
  • Bei Mörtel in kleinen Abschnitten arbeiten, damit nichts auf den Steinen antrocknet.

Sicherheit

  • Bei kunstharzgebundenem Fugenmörtel Handschuhe tragen und Sicherheitshinweise auf dem Gebinde beachten.
  • Beim Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger Schutzbrille tragen.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Wenn die Fläche großflächig absackt, Spurrinnen hat oder Wasser zum Haus läuft: Unterbau und Gefälle sind das Problem – Garten- und Landschaftsbaubetrieb.