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Außen & Garten

Holzzaun streichen oder lasieren

Vergrauten oder abblätternden Holzzaun vorbereiten und neu lasieren oder deckend streichen, damit er wieder einige Jahre hält.

Heimwerker hat den Zaun frisch lasiert und steht zufrieden davor – auf der Nachbarseite schaut ein Dackel durch die Latten, dessen Fell jetzt ordentlich gestreift ist.
Schwierigkeit
leicht
Zeitaufwand
1–2 Tage (je nach Länge)
Kostenrahmen
40–150 € (für ca. 20 m Zaun)
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja. Mieter: Der Zaun gehört meist zum Grundstück – einen Farbwechsel mit dem Vermieter absprechen. Bei Grenzzäunen den Nachbarn vorher informieren.

Werkzeug

  • Drahtbürste oder Schleifklotz (Körnung 80–120)
  • Spachtel / Farbschaber bei Amazon ansehen Werbung
  • Lasur- oder Flachpinsel 50–70 mm bei Amazon ansehen Werbung
  • Kleine Farbrolle (optional für breite Flächen) bei Amazon ansehen Werbung
  • Handfeger, Abdeckfolie oder Pappe für den Boden

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Material

  • Holzlasur (Dünn- oder Dickschicht) oder Wetterschutzfarbe für außen
  • ggf. Bläueschutz-Grundierung für unbehandeltes Nadelholz (laut Herstellerangabe)
  • Malerkrepp

Schritt für Schritt: Holzzaun streichen oder lasieren

  1. Altanstrich prüfen

    Lasur auf Lasur ist einfach. Blättert eine deckende Farbe ab, muss alles Lose herunter. Alter Anstrich und neues Produkt müssen zueinander passen – im Zweifel das Etikett lesen.

  2. Richtiges Wetter abwarten

    Trocken, kein Regen angesagt, nicht in praller Mittagssonne. Die meisten Produkte brauchen laut Hersteller etwa 5–25 °C Luft- und Holztemperatur.

  3. Zaun reinigen

    Schmutz, Spinnweben und Grünbelag abbürsten. Nach dem Abwaschen mit Wasser das Holz mehrere Tage gut trocknen lassen.

  4. Lose Farbe entfernen und anschleifen

    Abblätternde Farbe mit Spachtel und Drahtbürste entfernen, vergraute Stellen anschleifen, bis helles Holz erscheint. Schleifstaub abfegen.

  5. Boden und Pflanzen schützen

    Folie oder Pappe unter den Zaun legen, Pflanzen zurückbinden. Metallteile wie Beschläge abkleben.

  6. Hirnholz zuerst

    Die Schnittkanten oben an Latten und Pfosten zuerst und satt streichen – dort zieht am meisten Wasser ein.

  7. Erster Anstrich

    Immer in Faserrichtung streichen, von oben nach unten, Latte für Latte vollständig. Dünn auftragen, Läufer sofort verstreichen.

  8. Zwischentrocknung und zweiter Anstrich

    Trocknungszeit laut Hersteller einhalten, meist 12–24 Std. Dann den zweiten Anstrich auftragen; bei Lasuren entsteht so erst der volle Schutz.

Typische Fehler

  • Auf feuchtes Holz streichen – der Anstrich blättert schnell wieder ab.
  • Hirnholz vergessen – dort fängt der Zaun zuerst an zu faulen.
  • Dicke Schichten auftragen – sie trocknen schlecht und reißen.
  • Deckende Farbe ohne Anschleifen auf alte Lasur bzw. Lasur auf alte deckende Farbe – das hält nicht.

Profi-Tipps

  • Pigmentierte (farbige) Lasuren schützen besser vor UV-Licht als farblose.
  • Ein Zaun hält länger, wenn die Latten nicht im Erdreich oder im nassen Gras stehen – unten etwas Luft lassen.
  • Neues, kesseldruckimprägniertes Holz meist erst nach einigen Monaten streichen, damit es austrocknen kann; Herstellerangabe beachten.

Sicherheit

  • Lösemittelhaltige Produkte nur bei guter Luftzufuhr verwenden, Handschuhe tragen.
  • Lappen mit öligen Lasuren können sich selbst entzünden – ausgebreitet trocknen lassen oder in einem verschlossenen Metallbehälter mit Wasser aufbewahren.
  • Beim Schleifen alter Anstriche Staubmaske tragen; sehr alte Farben können Blei enthalten.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Wenn Pfosten am Boden morsch sind oder wackeln, muss das Fundament bzw. der Pfostenträger erneuert werden – das ist eher Arbeit für Zimmerei, Tischler oder Gartenbaubetrieb.