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Haushalt & Reparaturen

Lose Schraube im ausgeleierten Loch (Holz)

Wenn eine Schraube in Holz oder Spanplatte durchdreht: Loch mit Holzdübel, Zahnstochern oder Reparaturdübel neu aufbauen.

Heimwerker dreht eine Schraube immer und immer weiter in ein Schrankscharnier, sie dreht sich endlos – inzwischen hat er schon eine Tasse Kaffee daneben abgestellt.
Schwierigkeit
leicht
Zeitaufwand
20 Min. + Trocknungszeit
Kostenrahmen
2–10 €
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja. Klassische Kleinreparatur.

Werkzeug

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Material

  • Holzdübel (geriffelt) 6 oder 8 mm
  • Holzleim
  • alternativ: Zahnstocher oder Streichhölzer ohne Kopf
  • für Spanplatte: Reparaturdübel oder Möbel-Spreizdübel

Schritt für Schritt: Lose Schraube im ausgeleierten Loch (Holz)

  1. Schraube entfernen

    Schraube und Beschlag abbauen. Prüfen, ob das Holz rund um das Loch noch fest ist oder bröselt.

  2. Schnelle Lösung für kleine Löcher

    Einige Zahnstocher in Holzleim tauchen, ins Loch stecken und bündig abschneiden. Nach dem Trocknen die Schraube neu eindrehen.

  3. Loch für Holzdübel aufbohren

    Bei größeren Schäden das Loch gerade auf den Dübeldurchmesser aufbohren, etwas tiefer als die Schraube reicht. Bei Möbelplatten Tiefenstopp nutzen, damit der Bohrer nicht durchkommt.

  4. Dübel einleimen

    Leim ins Loch und auf den Dübel geben und den Dübel einschlagen. Überstand stehen lassen.

    QUERSCHNITT – 3 SCHRITTEbündig absägen1. Lochausgeleiert2. Dübel+ Leim3. vorbohren,Schraube hält
  5. Trocknen und bündig absägen

    Leim laut Herstellerangabe trocknen lassen, mindestens einige Stunden. Dann den Dübel bündig absägen und glatt schleifen.

  6. Neu vorbohren

    Mittig in den Dübel ein Loch vorbohren, etwas dünner als der Schraubenkern. So spaltet der Dübel nicht.

  7. Schraube eindrehen

    Beschlag ausrichten und die Schraube von Hand oder mit niedrigem Drehmoment eindrehen. Die letzte Umdrehung gefühlvoll.

  8. Sonderfall Spanplatte

    In bröseliger Spanplatte halten Holzdübel oft schlecht. Hier helfen Reparatur- oder Spreizdübel für Möbel oder ein Versetzen des Beschlags um wenige Millimeter.

Typische Fehler

  • Einfach eine dickere Schraube genommen – bei dünnen Platten spaltet das Holz oder die Schraube kommt außen durch.
  • Dübel ohne Leim eingesetzt – er dreht sich mit.
  • Vor dem Trocknen geschraubt.
  • Ohne Vorbohrung in den Dübel – der Dübel reißt auf.

Profi-Tipps

  • Bei Scharnieren lieber alle Schrauben eines Beschlags prüfen; meist sind mehrere locker.
  • Ein Stück Malerkrepp am Bohrer markiert die Bohrtiefe.

Sicherheit

  • Beim Absägen mit dem Messer immer vom Körper weg schneiden.
  • Bohrer gerade führen und Werkstück festhalten oder einspannen.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei ausgerissenen Beschlägen an Türen mit Schließfunktion oder bei tragenden Teilen von Hochbetten einen Tischler fragen.