Spüle und Siphon anschließen
Spülbecken einsetzen, Ablaufgarnitur und Siphon montieren und dicht an das Abflussrohr anschließen – bei neuer Küche oder undichtem Ablauf.

- Schwierigkeit
- mittel
- Zeitaufwand
- 1–3 Std.
- Kostenrahmen
- 15–60 € (Siphon/Ablaufgarnitur)
- Schritte
- 8
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja. Typische Heimwerkerarbeit ohne Eingriff in die Hausinstallation. Mieter: Tausch defekter Teile ist meist Sache des Vermieters – vorher melden.
Werkzeug
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Material
- Siphon passend zum Ablauf (meist 1½" an der Spüle, Ø 40 oder 50 mm zum Wandrohr)
- Ablaufgarnitur der Spüle mit Dichtungen (liegt der Spüle meist bei)
- ggf. Siphon mit Geräteanschluss für Spülmaschine
- Lippendichtung für das Wandrohr
- ggf. Silikon oder Dichtband für den Spülenrand
Schritt für Schritt: Spüle und Siphon anschließen
Spüle einsetzen
Dichtband oder Dichtprofil unter den Spülenrand legen, Becken in den Ausschnitt setzen und mit den Spannpratzen von unten gleichmäßig festziehen. Bei manchen Modellen wird stattdessen Silikon verwendet – nach Herstellerangabe.
Ablaufventil montieren
Ablaufventil mit der oberen und unteren Dichtung durch das Becken stecken und mit dem Ablaufrohr verschrauben. Überlauf-Schlauch am Überlauf und am Ventil anschließen. Nur handfest plus wenig nachziehen – Kunststoffgewinde reißen leicht.
Höhen klären
Siphon lose anhalten: Das Tauchrohr kommt von oben, der Abgang muss ohne Spannung und mit leichtem Gefälle ins Wandrohr laufen. Rohre bei Bedarf kürzen und entgraten.
Siphon zusammenstecken
Alle Dichtungen und Klemmringe in der richtigen Reihenfolge aufschieben: erst Überwurfmutter, dann Klemmring, dann Dichtung. Konische Dichtungen zeigen mit der Spitze in Richtung des Rohrs, in das gesteckt wird.
Ins Wandrohr stecken
Abgangsrohr mit Lippendichtung mindestens einige Zentimeter tief ins Wandrohr schieben. Die Dichtung muss rundum sauber sitzen, nicht umgeschlagen.
Verschraubungen anziehen
Alle Überwurfmuttern von Hand anziehen, bis sie fest sitzen. Zange nur für einen kleinen Nachzug und mit Tuch dazwischen.
Geräteanschluss verschließen
Hat der Siphon einen Anschluss für die Spülmaschine und wird er nicht genutzt, muss die mitgelieferte Kappe drauf. Sonst läuft Wasser in den Schrank.
Dichtheit prüfen
Becken mit Stöpsel voll laufen lassen, dann auf einmal ablassen. Mit trockenem Küchenpapier alle Verbindungen abtasten. Nach 24 Std. noch einmal kontrollieren.
Typische Fehler
- Dichtungen vergessen oder falsch herum eingesetzt – tropft sofort oder nach Tagen.
- Kunststoffmuttern mit der Zange überdreht – Gewinde oder Mutter reißen.
- Siphon steht unter Spannung, weil Rohrlängen nicht passen – Verbindungen lösen sich mit der Zeit.
- Ungenutzter Geräteanschluss ohne Verschlusskappe.
- Abgang ohne Gefälle oder mit Durchhang – Wasser steht, es gluckert und riecht.
Profi-Tipps
- Vor dem Kauf ein Foto vom Unterschrank und vom Wandrohr machen und die Durchmesser messen.
- Raumspar-Siphons sind flach und schaffen Platz für Schubladen im Spülenunterschrank.
- Alte Dichtungen nie wiederverwenden – neue kosten wenig.
Sicherheit
- Beim Öffnen des alten Siphons Eimer unterstellen: Im Bogen steht immer Schmutzwasser.
- Wurde vorher Abflussreiniger verwendet, Handschuhe und Brille tragen – die Reste sind ätzend.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Wenn das Wandrohr selbst undicht, gebrochen oder verstopft ist, wenn Wasser in der Wand austritt oder wenn ein neuer Abfluss verlegt werden muss.