Reihenfolge einer Sanierung
Vom Groben zum Feinen, von oben nach unten: in welcher Abfolge die Gewerke arbeiten, damit nichts doppelt gemacht werden muss.

Grundprinzip
Zuerst kommen die schmutzigen, groben Arbeiten, zuletzt die empfindlichen Oberflächen. Innerhalb eines Raums gilt: Decke vor Wand vor Boden. So tropft und staubt nichts auf bereits fertige Flächen.
1. Bestandsaufnahme und Planung
Prüf Zustand, Schadstoffverdacht, Statik und Feuchte, bevor du etwas abreißt. Leg fest, was geändert wird, und hol Angebote und nötige Genehmigungen ein. Hier entscheidet sich, ob später teure Nacharbeiten nötig sind.
2. Rückbau
Alte Beläge, Fliesen, Tapeten und nicht mehr benötigte Einbauten entfernen. Bauschutt getrennt sammeln und entsorgen. Bei Verdacht auf Schadstoffe vorher prüfen lassen.
3. Rohbau und Haustechnik
Wanddurchbrüche, neue Wände, Fenster und Türen kommen zuerst. Danach legen Elektriker, Installateur und Heizungsbauer ihre Leitungen (Rohinstallation). Leitungswege dokumentieren, am besten mit Fotos und Maßen.
4. Putz, Trockenbau, Estrich
Jetzt werden Wände verputzt oder beplankt und Schlitze geschlossen. Danach folgt bei Bedarf der Estrich, der ausreichend trocknen muss. Die Trocknungszeiten sind oft der größte Zeitfaktor im Ablauf.
5. Fliesen, Maler, Boden
Erst Abdichtung und Fliesen in Bad und Küche, dann Spachtel-, Tapezier- und Malerarbeiten. Der Bodenbelag kommt danach, damit er nicht beschädigt oder bekleckert wird. Fliesenböden können je nach Ablauf auch vor dem Maler verlegt werden – dann gut abdecken.
6. Endmontage
Zum Schluss werden Steckdosen, Schalter, Leuchten, Sanitärobjekte, Armaturen, Innentüren, Sockelleisten und Küche montiert. Danach Silikonfugen ziehen und Endreinigung. Plane für diesen Schritt mehr Zeit ein, als du denkst.