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Außen & Garten

Unkraut in Fugen entfernen

Unkraut aus Pflaster- und Plattenfugen dauerhaft in Schach halten – mechanisch und thermisch, ohne Unkrautvernichter auf versiegelten Flächen.

Heimwerker kniet stolz neben der unkrautfreien Einfahrt, während hinter ihm aus der allerersten Fuge schon wieder ein Löwenzahn frech grinsend sprießt.
Schwierigkeit
leicht
Zeitaufwand
1–3 Std.
Kostenrahmen
0–80 € (Fugenbürste oder Abflammgerät)
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja. Mieter: Pflege von Wegen ist oft im Mietvertrag oder der Hausordnung geregelt.

Werkzeug

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  • Elektrische oder manuelle Fugenbürste
  • Besen
  • ggf. Abflammgerät oder Infrarot-Unkrautvernichter
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Material

  • ggf. Fugensand zum Nachfüllen

Schritt für Schritt: Unkraut in Fugen entfernen

  1. Rechtslage kennen

    Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide) dürfen nach dem Pflanzenschutzrecht auf befestigten Flächen wie Wegen, Einfahrten und Terrassen in der Regel nicht angewendet werden – auch nicht auf Privatgrund. Verstöße können ein Bußgeld nach sich ziehen.

  2. Auch bei Hausmitteln vorsichtig sein

    Essig oder Salz werden oft empfohlen, gelten aber nach verbreiteter Auffassung ebenfalls nicht als zulässige Unkrautbekämpfung auf solchen Flächen und schaden Boden und Pflanzen. Lass sie besser weg.

  3. Bei feuchtem Boden kratzen

    Nach Regen lassen sich Wurzeln am besten herausziehen. Fugenkratzer tief in die Fuge setzen und das Unkraut samt Wurzel herausholen.

  4. Fugenbürste für große Flächen

    Auf größeren Flächen arbeitet eine elektrische Fugenbürste schneller. Sie entfernt Moos und flache Wurzeln, aber auch etwas Fugenmaterial.

  5. Thermisch behandeln

    Abflammgerät oder Infrarotgerät kurz über die Pflanzen führen, bis sie sich verfärben – nicht bis sie verkohlen. Die Pflanzen sterben in den folgenden Tagen ab. Kochendes Wasser wirkt ähnlich.

  6. Reste abkehren

    Abgestorbene Pflanzen und ausgekratztes Material zusammenkehren und entsorgen.

  7. Fugen wieder füllen

    Leere Fugen mit Fugensand auffüllen. Volle, feste Fugen bieten Samen weniger Platz zum Keimen.

  8. Regelmäßig nacharbeiten

    Lieber alle paar Wochen kurz durchgehen als einmal im Jahr eine große Aktion. Junge Pflanzen sind viel schneller entfernt.

Typische Fehler

  • Unkrautvernichter oder Pflanzenschutzmittel auf Wegen und Pflaster sprühen – in der Regel verboten und gelangt ins Grundwasser.
  • Mit dem Abflammgerät so lange draufhalten, bis alles verkohlt – unnötig und brandgefährlich.
  • Nur die Blätter abreißen – die Wurzel treibt neu aus.
  • Fugen nach dem Auskratzen leer lassen.

Profi-Tipps

  • Fugenkratzer mit schmaler Klinge erreichen auch enge Plattenfugen.
  • In Fugen, die nicht befahren werden, kann man auch bewusst trittfeste Polsterpflanzen wachsen lassen.
  • Die genaue Rechtslage kann sich ändern – im Zweifel beim Pflanzenschutzdienst des Landes oder der Gemeinde nachfragen.

Sicherheit

  • Abflammgerät nicht in der Nähe von trockenem Laub, Hecken, Holzzäunen, Gartenhäusern oder Mülltonnen verwenden; bei Trockenheit ganz darauf verzichten.
  • Gasflasche des Abflammgeräts aufrecht stehend benutzen und Herstellerhinweise beachten.
  • Beim Arbeiten mit der elektrischen Fugenbürste Schutzbrille tragen.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei sehr großen Flächen oder dauerhaft stark bewachsenen Fugen, die auf Unterbauprobleme hindeuten: Garten- und Landschaftsbaubetrieb.