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Dübelkunde: welcher Dübel für welche Wand

Der passende Dübel hängt vom Wandbaustoff ab – mit diesem Überblick hält das Regal auch in Gipskarton oder Lochziegel.

Cartoon zum Thema Dübelkunde: welcher Dübel für welche Wand

Erst den Baustoff erkennen

Achte beim Probebohren auf das Bohrmehl und den Widerstand. Rotes Mehl spricht für Ziegel, graues für Beton, weißes für Kalksandstein, Gips oder Porenbeton. Fällt der Bohrer plötzlich durch, triffst du einen Hohlraum – etwa Lochziegel oder eine Trockenbauwand.

Beton und Vollstein

Hier halten Spreizdübel aus Kunststoff am besten, weil sie sich gegen das feste Material verspreizen. Bohrlochdurchmesser und Dübelgröße müssen genau passen; das Loch sollte etwas tiefer sein als der Dübel lang ist. Bohrmehl vor dem Setzen auspusten oder aussaugen.

Lochziegel und Hohlblock

Ohne Schlag bohren, damit die Stege heil bleiben. Gut geeignet sind Universaldübel, die sich in Hohlräumen verknoten, oder lange Rahmendübel, die mehrere Stege überbrücken. Für schwere Lasten nimmt man Injektionsmörtel mit Siebhülse.

Gipskarton und Hohlwände

Für leichte Lasten reichen Gipskartondübel oder Universaldübel. Für Hängeschränke und schwere Regale nimmst du Metall-Hohlraumdübel oder Kippdübel, die sich hinter der Platte abstützen. Am sichersten ist es, direkt in ein Ständerprofil oder eine eingebaute Holzlatte zu schrauben.

Porenbeton

Der weiche, poröse Stein braucht spezielle Porenbetondübel mit großen Spreizflügeln oder Injektionsmörtel. Normale Spreizdübel drehen hier oft durch. Ohne Schlag bohren, den Bohrerdurchmesser laut Herstellerangabe wählen.

Schraube und Last

Die Schraube muss zum Dübel passen: richtiger Durchmesser und so lang, dass sie den Dübel ganz durchdringt plus die Dicke des Anbauteils. Die zulässige Last steht auf der Verpackung und gilt nur für den dort genannten Baustoff. Bei Hängeschränken, Waschbecken oder Wand-WCs nur dafür vorgesehene Befestigungssysteme verwenden.

Wenn das Loch zu groß ist

Ein ausgebrochenes Loch lässt sich mit Reparaturmörtel oder Injektionsmörtel füllen und nach dem Aushärten neu bohren. Ein dickerer Dübel hält nur, wenn das Loch noch rund und fest ist. Im Zweifel ein Stück versetzt neu bohren.