Dübellöcher richtig bohren und dübeln
Untergrund erkennen – Beton, Ziegel, Lochziegel oder Gipskarton – und den passenden Dübel richtig setzen.

- Schwierigkeit
- leicht
- Zeitaufwand
- 10–20 Min. pro Befestigung
- Kostenrahmen
- 5–20 €
- Schritte
- 9
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja. Übliches Bohren in der Mietwohnung ist in der Regel erlaubt; bei Fliesen und vielen Löchern lieber vorher absprechen.
Werkzeug
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- Staubsauger oder Ausblasbalg
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Material
- Dübel passend zum Untergrund und zur Last
- Schrauben passend zum Dübel (Durchmesser laut Packung)
- Malerkrepp gegen Staub und zum Markieren
Schritt für Schritt: Dübellöcher richtig bohren und dübeln
Leitungen meiden
Mit dem Ortungsgerät nach Strom- und Wasserleitungen suchen. Leitungen liegen in der Regel waagerecht etwa 15–45 cm unter der Decke und über dem Boden sowie senkrecht etwa 10–30 cm neben Türen, Fenstern und Ecken – in Altbauten oft auch anders.
Untergrund erkennen
Beton: hart, grauer Staub, Bohrer kommt schwer voran. Vollziegel: rotes Mehl, gleichmäßig. Lochziegel: rotes Mehl, Bohrer sackt immer wieder durch. Gipskarton: klingt hohl, weißes Mehl, nach 12–25 mm Hohlraum.
Bohrverfahren wählen
In Beton und Vollziegel mit Schlag bohren. In Lochziegel, Porenbeton und Gipskarton ohne Schlag drehend bohren – sonst brechen die Stege bzw. das Loch wird zu groß und der Dübel hält nicht.
Bohrloch anzeichnen und bohren
Punkt anzeichnen, Krepp darüberkleben und senkrecht zur Wand bohren. Bohrerdurchmesser gleich Dübeldurchmesser; das Loch etwa 10 mm tiefer bohren als der Dübel lang ist.
Bohrloch säubern
Bohrmehl aussaugen oder ausblasen. Staub im Loch kann die Haltekraft eines Spreizdübels deutlich mindern.
Dübel setzen
Dübel bündig zur Wandoberfläche einstecken, notfalls leicht einklopfen. Er darf sich im Loch nicht drehen.
Schraube richtig wählen
Faustregel für die Länge: Dübellänge plus Dicke des Anbauteils plus einmal Schraubendurchmesser. Den passenden Durchmesser nennt die Dübelpackung.
Gipskarton: Hohlraumdübel
In Gipskarton Hohlraum- oder Kippdübel verwenden, die sich hinter der Platte abstützen. Schwere Lasten (Hängeschränke, Fernseher) nur nach Herstellerangabe oder an einer Holz- bzw. Profilverstärkung befestigen.
Anziehen und prüfen
Schraube anziehen, bis das Teil fest sitzt, aber nicht weiterdrehen, wenn der Dübel mitdreht. Mit kräftigem Zug prüfen, ob alles hält.
Typische Fehler
- In Lochziegel mit Schlag bohren – die Stege brechen und der Dübel findet keinen Halt.
- Zu kurze Schraube – der Dübel spreizt sich nicht.
- Loch zu groß gebohrt – der Dübel dreht sich mit.
- Universaldübel im Gipskarton für schwere Lasten – die Platte bricht aus.
- Ohne Ortungsgerät über einer Steckdose senkrecht nach oben bohren.
Profi-Tipps
- In Fliesen zuerst ohne Schlag mit Fliesen- oder Glasbohrer durch die Glasur, dann weiterbohren. Ein Kreppkreuz verhindert das Abrutschen.
- Für schwere Lasten in Lochziegel eignen sich Langdübel oder Injektionsmörtel mit Siebhülse.
- Einen Staubsauger von einer zweiten Person direkt unter das Bohrloch halten lassen – oder einen gefalteten Zettel als Staubfang ankleben.
Sicherheit
- Vor dem Bohren immer Leitungen orten – ein angebohrtes Stromkabel ist lebensgefährlich.
- Schutzbrille tragen; bei viel Bohrstaub Staubmaske.
- Angebohrte Wasser- oder Heizungsleitung: Wasser abdrehen und Fachbetrieb rufen.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei sehr schweren Lasten (Waschtisch, Hängeschrank mit Mikrowelle, Wandhängetoilette) auf unklarem Untergrund oder wenn eine Leitung beschädigt wurde.