Werkzeugkunde: Grundausstattung & Bohrer
Welche Werkzeuge in jeden Heimwerker-Haushalt gehören, welcher Bohrer für welches Material passt und wann du Akkuschrauber oder Bohrhammer brauchst.

Grundausstattung
Für die meisten Arbeiten reichen: Akkuschrauber mit Bit-Satz, Hammer, Schraubendreher, Kombizange, Wasserpumpenzange, Cuttermesser, Zollstock oder Maßband, Wasserwaage, Bleistift und Spachtel. Dazu Schutzbrille, Handschuhe und eine stabile Leiter. Kauf lieber wenige gute Werkzeuge als einen großen billigen Koffer.
Bohrer-Arten
Holzbohrer haben eine Zentrierspitze in der Mitte. Metallbohrer (HSS) sind spitz angeschliffen und eignen sich auch für Kunststoff. Steinbohrer haben eine breite Hartmetallschneide für Mauerwerk und Beton. Für Fliesen gibt es spezielle Fliesen- oder Diamantbohrer.
Schaft beachten
Normale Bohrer haben einen runden Schaft für das Bohrfutter. Bohrer für Bohrhämmer haben meist einen SDS-plus-Schaft mit Nuten und passen nur in die entsprechende Aufnahme. Kauf Bohrer passend zu deiner Maschine.
Akkuschrauber
Zum Schrauben und Bohren in Holz, Metall, Gipskarton und weichem Mauerwerk. Mit dem Drehmomentring stellst du ein, wann die Kupplung auslöst – so drehst du Schrauben nicht über. Für Beton ist er zu schwach.
Schlagbohrmaschine
Das mechanische Schlagwerk hilft bei Ziegel und Kalksandstein. In hartem Beton kommt sie schnell an ihre Grenzen. In Lochziegeln und Fliesen den Schlag ausschalten, sonst brechen die Stege oder die Fliese.
Bohrhammer
Das pneumatische Schlagwerk schlägt mit viel mehr Wucht und schafft Beton ohne Kraftaufwand. Viele Geräte können zusätzlich meißeln, etwa um Fliesen abzuschlagen. Für gelegentliche Einsätze lohnt sich oft das Ausleihen im Baumarkt oder Verleih.
Vor dem Bohren
Prüf mit einem Leitungssucher, ob in der Wand Strom-, Wasser- oder Heizungsleitungen liegen. Leitungen verlaufen meist senkrecht oder waagerecht von Schaltern, Steckdosen und Armaturen aus. Das Gerät gibt nur Hinweise, keine Garantie – im Zweifel lieber ein Stück daneben bohren.