Werkzeugkasten zusammenstellen
Welche Werkzeuge in jeden Haushalt gehören, worauf du beim Kauf achtest und was du erst bei Bedarf brauchst.

- Schwierigkeit
- leicht
- Zeitaufwand
- 1–2 Std. (Einkauf)
- Kostenrahmen
- 100–300 € Grundausstattung
- Schritte
- 9
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja. Lieber wenige gute Werkzeuge als viele billige.
Werkzeug
- Werkzeugkasten oder Werkzeugtasche
Schritt für Schritt: Werkzeugkasten zusammenstellen
Messen und Anzeichnen
Zollstock oder Maßband (3–5 m), Wasserwaage (40–60 cm), Bleistift, Cuttermesser mit Ersatzklingen.
Schrauben
Schraubendreher-Satz mit Schlitz, Kreuzschlitz und Torx in gängigen Größen, dazu ein Satz Inbusschlüssel. Ein Bit-Set ergänzt den Akkuschrauber.
Zangen und Schlüssel
Kombizange, Wasserpumpenzange, Seitenschneider und ein verstellbarer Maulschlüssel. Damit lassen sich die meisten Muttern und Verschraubungen lösen.
Schlagen und Lösen
Schlosserhammer (ca. 300 g), Gummihammer für Möbelbau und ein kleiner Satz Stechbeitel für Holzarbeiten.
Elektrowerkzeug
Ein Akkuschrauber mit Drehmomentkupplung ist das wichtigste Gerät. Für Beton und Mauerwerk kommt eine Schlagbohrmaschine dazu, für viel Beton ein Bohrhammer.
Bohrer und Befestigung
Bohrer-Sets für Holz, Stein und Metall in 4–10 mm, Sortimente mit Universaldübeln und Schrauben, ein Leitungssucher.
Sägen und Schleifen
Eine Feinsäge oder Japansäge, Schleifklotz und Schleifpapier in Körnung 80, 120 und 180–240.
Schutzausrüstung
Schutzbrille, Arbeitshandschuhe, Gehörschutz und Staubmasken (FFP2) gehören in jede Grundausstattung.
Ordnung halten
Kleinteile in Sortimentskästen, Werkzeug nach Gebrauch zurück. Akkus trocken und bei Zimmertemperatur lagern.
Typische Fehler
- Billiger Komplettkoffer mit weichen Schraubendrehern – die Spitzen verformen sich und beschädigen Schraubenköpfe.
- Akkugeräte verschiedener Systeme gekauft – jedes braucht eigene Akkus und Ladegeräte.
- Leitungssucher und Schutzbrille vergessen.
- Spezialwerkzeug auf Vorrat gekauft, das nie gebraucht wird.
Profi-Tipps
- Bei Akkugeräten auf ein Akkusystem für alle Geräte setzen.
- Selten gebrauchte Großgeräte wie Bohrhammer, Fliesenschneider oder Tapetenablöser im Baumarkt oder in der Nachbarschaft leihen.
- Eine kleine Stirnlampe hilft beim Arbeiten unter Spüle und im Schrank.
Sicherheit
- Werkzeug, Klingen und Bohrer außer Reichweite von Kindern lagern.
- Beschädigte Kabel, Stecker oder aufgeblähte Akkus nicht mehr verwenden.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Nicht nötig. Für spezielle Arbeiten Werkzeug leihen statt kaufen.