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Elektro & Heizung

Heizkosten senken: richtig heizen und lüften

Mit den richtigen Temperaturen, Stoßlüften und ein paar Handgriffen spürbar Heizenergie sparen – ohne zu frieren und ohne Schimmel.

Paar sitzt eingemummelt auf dem Sofa mit Thermometer und Hygrometer in der Hand wie Wissenschaftler, während die Katze gemütlich auf dem einzigen warmen Heizkörper liegt.
Schwierigkeit
leicht
Zeitaufwand
laufend, Einrichtung ca. 1 Std.
Kostenrahmen
0–50 € (Thermometer, Hygrometer, Dichtband)
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja, für alle – Mieter wie Eigentümer. Bauliche Änderungen an Fenstern oder Heizung in der Mietwohnung nur mit dem Vermieter.

Werkzeug

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Material

  • ggf. Dichtband für Fenster und Türen
  • ggf. Zugluftstopper

Schritt für Schritt: Heizkosten senken: richtig heizen und lüften

  1. Passende Temperaturen wählen

    Richtwerte: Wohnräume etwa 20 °C, Küche 18 °C, Schlafzimmer 16–18 °C. Faustregel: Jedes Grad weniger spart grob 6 % Heizenergie.

  2. Thermostat richtig nutzen

    Stufe 3 entspricht bei vielen Köpfen etwa 20 °C. Höher drehen macht den Raum nicht schneller warm, sondern nur am Ende wärmer. Nachts und bei Abwesenheit um einige Grad absenken.

  3. Stoßlüften statt Kippen

    Mehrmals täglich Fenster 5–10 Minuten weit öffnen, im Winter eher kürzer. Am besten quer lüften mit gegenüberliegenden Fenstern. Gekippte Fenster kühlen die Wand aus und verschwenden Energie.

  4. Thermostat beim Lüften zu

    Während des Lüftens den Thermostatkopf zudrehen, danach wieder auf die gewohnte Stufe stellen.

  5. Luftfeuchte im Blick behalten

    Ideal sind etwa 40–60 % relative Luftfeuchte. Liegt sie dauerhaft höher, häufiger lüften – vor allem nach Duschen, Kochen und Wäschetrocknen.

  6. Heizkörper freihalten

    Keine Möbel, langen Vorhänge oder Verkleidungen vor die Heizkörper. Die Wärme muss frei in den Raum strömen können.

  7. Räume nicht auskühlen lassen

    Auch selten genutzte Räume nicht unter etwa 16 °C fallen lassen und Türen zu kühleren Räumen geschlossen halten. Sonst kondensiert Feuchte an kalten Wänden.

  8. Wärmeverluste reduzieren

    Nachts Rollläden und Vorhänge schließen. Undichte Fenster und Türen mit Dichtband abdichten, Zugluft unter Türen mit einem Zugluftstopper bremsen.

Typische Fehler

  • Fenster den ganzen Tag gekippt lassen – hoher Energieverlust, kalte Laibungen, Schimmelgefahr.
  • Räume stark auskühlen lassen und dann voll aufheizen – an kalten Wänden schlägt sich Feuchte nieder.
  • Wäsche in ungeheizten Räumen trocknen, ohne zu lüften.
  • Heizkörper mit Möbeln zustellen und dafür höher drehen.

Profi-Tipps

  • Ein günstiges Hygrometer im Schlafzimmer und Bad zeigt schnell, ob genug gelüftet wird.
  • Programmierbare oder smarte Thermostate senken automatisch nachts und bei Abwesenheit ab.
  • Heizkörper vor Beginn der Heizperiode entlüften – volle Heizkörper geben mehr Wärme ab.

Sicherheit

  • Bei Gasthermen oder Öfen im Raum nie Lüftungsöffnungen verschließen oder abdichten – Kohlenmonoxidgefahr.
  • Keine Heizlüfter oder Gasheizstrahler als Dauerlösung in Wohnräumen; Elektro-Heizlüfter nie abdecken.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei hartnäckigem Schimmel, dauerhaft zu kalten Räumen trotz voll geöffnetem Thermostat oder sehr hohem Verbrauch – Heizungsbauer oder Energieberater.