Lacke und Lasuren
Wann du deckend lackierst und wann lasierst, welche Lackarten es gibt und wie der Aufbau aus Grundierung, Zwischenschliff und Schlussanstrich funktioniert.

Lack oder Lasur
Lack bildet eine geschlossene, deckende Schicht und verbirgt die Holzmaserung. Lasur ist durchscheinend, betont die Maserung und lässt das Holz sichtbar. Für Türen, Heizkörper und Möbel in Farbe nimmst du Lack, für Holz im Naturton eher Lasur, Öl oder Wachs.
Wasserbasierter Acryllack
Riecht wenig, trocknet schnell und vergilbt kaum, deshalb der Standard für Innenräume. Pinsel und Rolle lassen sich mit Wasser reinigen. Er verläuft etwas schlechter als lösemittelhaltiger Lack; eine feine Lackrolle aus Schaumstoff oder Velours hilft.
Alkydharzlack
Klassischer Kunstharzlack, oft lösemittelhaltig, inzwischen auch wasserverdünnbar erhältlich. Er verläuft sehr glatt und wird hart, braucht aber länger zum Trocknen. Weiße Alkydlacke können in dunklen Räumen vergilben. Bei lösemittelhaltigen Produkten gut lüften und Reste als Sondermüll entsorgen.
Dünn- und Dickschichtlasur
Dünnschichtlasur dringt ins Holz ein und eignet sich für Holz, das sich bewegen darf, etwa Zäune oder Verkleidungen. Dickschichtlasur bildet einen Film und passt zu maßhaltigen Bauteilen wie Fenstern und Türen. Außen schützen pigmentierte Lasuren besser vor UV-Licht als farblose.
Schichtaufbau
Untergrund reinigen, entfetten und anschleifen. Dann eine passende Grundierung oder einen Vorlack auftragen, nach dem Trocknen fein zwischenschleifen und den Staub entfernen. Zum Schluss ein bis zwei dünne Lackschichten – mehrere dünne Schichten halten besser als eine dicke.
Alte Anstriche
Prüf, ob der Altanstrich fest ist und ob er lösemittelhaltig oder wasserbasiert ist. Wasserlack auf altem Öl- oder Alkydlack hält nur nach gründlichem Anschleifen oder mit Haftgrund. Sehr alte Anstriche können Blei enthalten – dann nicht trocken schleifen oder abbrennen, sondern vorher prüfen lassen.