Steckdose oder Lichtschalter tauschen
Defekte, lockere oder vergilbte Steckdosen und Schalter erkennen, was du vorbereiten kannst und warum der Tausch selbst Sache des Elektrikers ist.

- Schwierigkeit
- mittel
- Zeitaufwand
- Elektriker ca. 15–30 Min. pro Stück
- Kostenrahmen
- Material 5–30 € pro Stück, Elektriker grob 60–150 € für den Termin
- Schritte
- 6
Kann ich das selbst machen?
Ampel rot: Nein. Steckdosen und Schalter sind Teil der festen Installation – nur Elektrofachkräfte dürfen sie tauschen. Selbst darfst du Abdeckrahmen aussuchen, beobachten und den Termin vorbereiten. Mieter: Defekte dem Vermieter melden.
Werkzeug
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Material
- Neue Steckdosen oder Schalter aus derselben Serie (Rahmenmaß beachten)
Schritt für Schritt: Steckdose oder Lichtschalter tauschen
Warnzeichen erkennen
Sofort handeln bei: Steckdose wird warm, ist verfärbt oder angeschmort, knistert, Stecker sitzen locker, oder die Dose wackelt in der Wand. Solche Steckdosen nicht mehr benutzen.
Stromkreis abschalten
Bei Schmorgeruch oder Wärme den zugehörigen Sicherungsautomaten ausschalten und Elektriker rufen. Das Abschalten ist erlaubt, das Öffnen der Steckdose nicht.
Neue Teile auswählen
Hersteller und Serie stehen oft auf der Rückseite des Rahmens – die sieht der Elektriker beim Tausch. Wenn du ein bestimmtes Design willst: Rahmen und Einsätze vorab abstimmen, damit alles zusammenpasst.
Wünsche gleich mitklären
Steckdose mit USB, Klappdeckel fürs Bad, Doppelsteckdose statt Einzeldose, Kontrollleuchte am Schalter? Am besten beim gleichen Termin umsetzen lassen.
Termin vorbereiten
Möbel vor den Dosen wegrücken, Fotos von allen Stellen machen. So kann der Elektriker vorab passendes Material mitbringen.
So geht der Elektriker vor
Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit prüfen, alte Dose ausbauen, neue anschließen und sicher in der Unterputzdose befestigen, anschließend Funktion und Schutzleiter prüfen.
Typische Fehler
- Lockere Steckdose mit Klebeband oder Kleber „fixieren“ – die Klemmen darunter können sich gelöst haben.
- Verfärbte Steckdose weiter nutzen, „weil sie ja noch geht“.
- Nur die Sicherung ausschalten und selbst loslegen – Leitungen sind nicht immer richtig beschriftet.
- Mehrfachsteckdosen hintereinander stecken, statt fehlende Steckdosen nachrüsten zu lassen.
Profi-Tipps
- Neue Abdeckungen in einer anderen Farbe oder Serie? Der Elektriker kann beim Termin meist auch Rahmen und Wippen gleich mit tauschen – vorher abstimmen, was zusammenpasst.
- Beim Termin gleich nachfragen, ob die Anlage einen FI-Schutzschalter hat.
- Mehrere Stellen in einem Termin tauschen lassen spart Anfahrtskosten.
Sicherheit
- Warme oder verschmorte Steckdosen sind ein Brandrisiko – Stromkreis abschalten.
- Kinder: Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz (Kinderschutz) sind heute üblich, ältere Dosen haben ihn oft nicht.
- Niemals in eine geöffnete Unterputzdose fassen.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Immer für den Tausch selbst und sofort bei Wärme, Schmorgeruch, Funken oder lockeren Dosen.