Stromverbrauch messen und Stromfresser finden
Mit Zählerstand und Energiekosten-Messgerät herausfinden, welche Geräte wie viel Strom brauchen – und wo sich Sparen wirklich lohnt.

- Schwierigkeit
- leicht
- Zeitaufwand
- 1 Std. + einige Tage Messzeit
- Kostenrahmen
- 0–30 € (Energiekosten-Messgerät)
- Schritte
- 7
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja, für alle. Messgeräte werden einfach zwischen Steckdose und Gerät gesteckt. Fest angeschlossene Geräte (Herd, Durchlauferhitzer) lassen sich so nicht messen.
Werkzeug
- Energiekosten-Messgerät (Zwischenstecker)
- Notizblock oder Tabellen-App
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Schritt für Schritt: Stromverbrauch messen und Stromfresser finden
Grundverbrauch am Zähler ablesen
Abends, wenn alles aus ist außer Kühlschrank und Dauerverbrauchern, Zählerstand notieren und am Morgen wieder ablesen. Der Verbrauch in dieser Zeit zeigt deine Grundlast.
Jahresverbrauch einordnen
Den Jahresverbrauch findest du auf der Stromabrechnung. Vergleiche ihn mit Durchschnittswerten für deine Haushaltsgröße, etwa aus Stromspiegeln der Verbraucherzentralen.
Messgerät richtig nutzen
Messgerät in die Steckdose, Gerät in das Messgerät. Strompreis aus deiner Abrechnung (Arbeitspreis pro kWh) eintragen. Geräte mit wechselndem Verbrauch über mehrere Tage messen, den Kühlschrank mindestens 24 Stunden.
Standby aufspüren
Bei ausgeschalteten Geräten die Leistung in Watt ablesen. 1 W, das ganzjährig läuft, sind rund 8,8 kWh im Jahr. Fernseher, Spielkonsolen, Router und alte Netzteile sind typische Kandidaten.
Kosten selbst ausrechnen
Formel: Watt × Stunden ÷ 1000 = kWh. Beispiel: 100 W × 5 Std. ÷ 1000 = 0,5 kWh. Mal deinem Preis pro kWh ergibt die Kosten.
Großverbraucher prüfen
Alte Kühl- und Gefriergeräte, Wäschetrockner, Elektro-Warmwasser, Aquarien und ältere ungeregelte Heizungspumpen verbrauchen oft viel. Hier lohnt sich ein genauer Blick oder ein Tausch.
Maßnahmen ableiten
Schaltbare Steckdosenleisten für Standby-Gruppen, Kühlschrank auf etwa 7 °C und Gefrierfach auf −18 °C einstellen, Gefriergerät regelmäßig abtauen, Waschtemperatur senken.
Typische Fehler
- Nur kurz messen – Kühlschrank und Gefriergerät schwanken stark, erst nach 24 Std. ist der Wert aussagekräftig.
- Den falschen Strompreis eintragen (nur Arbeitspreis, ohne Grundgebühr).
- Starke Verbraucher wie Heizlüfter über ein Messgerät mit zu geringer Belastbarkeit betreiben.
- Einen funktionierenden, sparsamen Kühlschrank nur wegen des Alters ersetzen – erst messen.
Profi-Tipps
- Viele Stadtbibliotheken und Verbraucherzentralen verleihen Messgeräte kostenlos.
- Smarte Zwischenstecker mit Verbrauchsanzeige zeigen Daten über längere Zeit in einer App.
- Ein Stromtagebuch über eine Woche mit Zählerstand morgens und abends zeigt, wann der Verbrauch entsteht.
Sicherheit
- Messgeräte nur bis zur angegebenen Höchstlast verwenden und nicht hintereinander stecken.
- Den Zählerschrank nicht öffnen, nur durch das Sichtfenster ablesen.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Wenn die Grundlast unerklärlich hoch ist, obwohl alles ausgeschaltet ist – dann kann ein Fehler in der Installation oder an einem fest angeschlossenen Gerät vorliegen.