Wassermelder aufstellen
Kleine Melder schlagen Alarm, sobald unter Waschmaschine, Spülmaschine oder im Keller Wasser steht – so bleibt aus dem Leck kein großer Wasserschaden.

- Schwierigkeit
- leicht
- Zeitaufwand
- 10–15 Min. pro Melder
- Kostenrahmen
- 10–40 € pro Melder
- Schritte
- 6
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja. Melder werden einfach hingelegt, nichts wird angeschlossen. Automatische Absperrventile in der Wasserleitung baut dagegen ein Installateur ein. Mieter: ohne Erlaubnis möglich.
Werkzeug
- Ggf. Smartphone mit App (bei vernetzten Meldern)
- Tuch zum Trockenwischen
Material
- Wassermelder mit Batterie (einfach mit Alarmton oder vernetzt mit App)
- Ersatzbatterien
Schritt für Schritt: Wassermelder aufstellen
Gefährdete Stellen finden
Typisch sind Waschmaschine, Spülmaschine, Kühlschrank mit Wasseranschluss, unter der Spüle, neben Heizungsanlage oder Warmwasserspeicher, Kellerräume mit Hebeanlage und Bodenabläufe.
Melder auswählen
Einfache Melder piepen nur vor Ort – gut, wenn immer jemand in Hörweite ist. Vernetzte Melder schicken zusätzlich eine Nachricht aufs Handy und helfen auch, wenn du unterwegs bist.
Richtig platzieren
Den Melder flach auf den Boden legen, mit den Kontakten nach unten, an der tiefsten Stelle – dort sammelt sich Wasser zuerst. Neben der Waschmaschine am besten dahinter oder seitlich, nicht im Laufweg.
Einschalten und testen
Batterie einlegen bzw. Melder aktivieren und mit einem feuchten Finger oder Tuch die Kontakte überbrücken. Es muss ein Alarm kommen, bei vernetzten Geräten auch die Nachricht.
Im Alarmfall richtig handeln
Gerät ausschalten bzw. Stecker ziehen, aber nur, wenn du dabei nicht im Wasser stehst. Eckventil oder Hauptwasserhahn zudrehen, Wasser aufnehmen, Ursache suchen. Bei Wasser in der Nähe von Steckdosen oder Elektrogeräten zuerst die Sicherung ausschalten.
Regelmäßig prüfen
Alle paar Monate testen und die Batterie laut Hersteller tauschen. Nach einem Alarm den Melder trocknen und erneut testen.
Typische Fehler
- Melder an eine erhöhte Stelle legen – er meldet erst, wenn schon viel Wasser steht.
- Einfachen Melder in den Keller legen, wo ihn niemand hört.
- Batterie jahrelang nicht prüfen.
- Im Alarmfall barfuß ins Wasser neben laufenden Elektrogeräten steigen.
Profi-Tipps
- Hauptwasserhahn und Eckventile kennen und gängig halten – im Ernstfall zählt jede Minute.
- Waschmaschine nicht laufen lassen, wenn niemand zu Hause ist; Zulaufschläuche alle paar Jahre prüfen.
- Manche Hausratversicherungen fragen nach Vorsorge – ein Wassermelder schadet nie.
Sicherheit
- Wasser und Strom: Bei Wasser in der Nähe von Steckdosen oder Geräten nicht hineintreten, erst Sicherung aus.
- Knopfzellen und Batterien kindersicher aufbewahren.
- Ein Wassermelder ersetzt keine Reparatur – undichte Anschlüsse fachgerecht beheben.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Installateur für automatische Leckage-Stopps bzw. Absperrventile in der Hausinstallation, für undichte Leitungen und bei wiederkehrenden Lecks; bei größerem Wasserschaden zusätzlich Versicherung und ggf. Trocknungsfirma.