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Bad & Sanitär

Siphon reinigen

Läuft das Waschbecken langsam ab oder riecht es aus dem Abfluss, sitzt der Dreck meist im Siphon – er lässt sich in wenigen Minuten ohne Werkzeug reinigen.

Jemand hält mit Gummihandschuhen und spitzen Fingern einen tropfenden Haarknäuel hoch, der so groß ist, dass die Katze ihn misstrauisch beschnuppert.
Schwierigkeit
leicht
Zeitaufwand
15–30 Min.
Kostenrahmen
0–15 € (ggf. neue Dichtungen)
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja. Einfache Pflegearbeit, auch für Mieter.

Werkzeug

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Material

  • ggf. neue Dichtungen (Kegeldichtung, Flachdichtung) passend zum Siphon

Schritt für Schritt: Siphon reinigen

  1. Becken leeren

    Restwasser im Becken ablaufen lassen oder ausschöpfen. Eimer unter den Siphon stellen und Unterschrank ausräumen.

  2. Aufbau ansehen

    Röhrensiphon: U-förmiges Rohr mit zwei Überwurfmuttern. Flaschensiphon: zylindrischer Becher, der sich unten abschrauben lässt.

    QUERSCHNITTAblaufventilTauchrohrÜberwurfmutternSperrwasserGeruchsverschlussMuttern nur handfestWand
  3. Siphon öffnen

    Überwurfmuttern bzw. den Becher von Hand gegen den Uhrzeigersinn lösen. Das Wasser im Siphon läuft in den Eimer.

  4. Teile reinigen

    Haare und Schlamm entfernen, Teile unter fließendem Wasser mit der Bürste ausputzen – am besten in einem anderen Becken oder der Dusche.

  5. Rohre prüfen

    Mit dem Finger oder einer Bürste ins Tauchrohr und in das Abgangsrohr zur Wand tasten. Sitzt dort weiter hinten eine Verstopfung, hilft eine Rohrspirale.

  6. Dichtungen kontrollieren

    Rissige, harte oder platt gedrückte Dichtungen ersetzen. Sie müssen glatt und sauber in ihrem Sitz liegen.

  7. Zusammensetzen

    Teile wieder einsetzen und Muttern von Hand fest anziehen. Kein Werkzeug – Kunststoffgewinde reißen schnell.

  8. Dichtheit prüfen

    Becken halb volllaufen lassen, Stopfen ziehen und mit einem trockenen Papiertuch unter allen Verbindungen entlangwischen. Wird es feucht, Mutter etwas nachziehen oder Dichtung prüfen.

Typische Fehler

  • Kein Eimer untergestellt – im Siphon steht immer Wasser.
  • Muttern mit der Zange anziehen – Kunststoff reißt oder verzieht sich.
  • Dichtung falsch herum eingesetzt – die Kegeldichtung muss mit der Spitze in Richtung der Muffe zeigen.
  • Vorher chemischen Abflussreiniger eingefüllt – dann spritzt beim Öffnen ätzende Lauge.

Profi-Tipps

  • Ein Haarsieb im Abfluss verhindert die meisten Verstopfungen.
  • Gelegentlich einen Topf heißes (nicht kochendes) Wasser nachgießen löst Fett und Seifenreste.
  • Riecht ein selten genutzter Abfluss, ist oft nur das Sperrwasser verdunstet – Wasser laufen lassen genügt.

Sicherheit

  • Handschuhe tragen – im Siphon sammeln sich Bakterien.
  • Wurde Abflussreiniger verwendet: Schutzbrille und Handschuhe, Wasser vorsichtig ablassen.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Wenn nach gereinigtem Siphon mehrere Abflüsse gleichzeitig langsam ablaufen oder gluckern – dann sitzt die Verstopfung in der Fall- oder Grundleitung.