Decke streichen
Die Decke streifenfrei streichen – mit der richtigen Rollrichtung zum Licht und ohne Ansätze.

- Schwierigkeit
- mittel
- Zeitaufwand
- ca. ½–1 Tag pro Raum
- Kostenrahmen
- 40–120 € pro Raum
- Schritte
- 8
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja. Über Kopf anstrengender als die Wand, zu zweit deutlich einfacher. Mieter: Regeln zu Schönheitsreparaturen im Mietvertrag beachten.
Werkzeug
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Material
- Deckenfarbe (Dispersion, gut deckend, matt)
- Malerkrepp
- Abdeckfolie und Malervlies
- ggf. Tiefgrund für saugende oder kreidende Decken
- ggf. Isoliergrund gegen Wasser- oder Nikotinflecken
Schritt für Schritt: Decke streichen
Raum leer räumen
Möbel möglichst ganz ausräumen, sonst in die Raummitte schieben und dicht abdecken. Boden mit Vlies auslegen – über Kopf tropft es immer etwas.
Leuchte schützen
Sicherung ausschalten und die Deckenleuchte in Folie einpacken. Abnehmen und Wiederanschließen gehört zur Elektroinstallation – im Zweifel vom Elektriker.
Untergrund prüfen
Wischprobe: Bleibt Farbe an der Hand, kreidet die Decke und braucht Tiefgrund. Flecken von Wasser oder Nikotin vorher mit Isoliergrund absperren, sonst schlagen sie durch.
Kanten abkleben, Ränder vorstreichen
Oberkante der Wände abkleben, wenn sie nicht mitgestrichen werden. Den Rand der Decke mit Pinsel oder Eckenroller etwa 5 cm breit vorstreichen – nur so weit, wie du gleich mit der Rolle anschließt.
Am Fenster beginnen
Mit der ersten Bahn an der Fensterwand anfangen und dich in den Raum hineinarbeiten. Die Rolle satt füllen und gut abstreifen, damit nichts tropft.
Bahnen nass in nass
Etwa 1 m breite Felder kreuzweise auftragen und ohne neue Farbe verteilen. Bahn an Bahn arbeiten, solange die vorige noch nass ist – keine Pause mitten in der Fläche.
Zum Licht hin abrollen
Jede Bahn zum Schluss mit leichtem Druck in einer Richtung abrollen: parallel zum Lichteinfall, vom Fenster weg. So fallen Rollspuren im Streiflicht kaum auf.
Klebeband abziehen, zweiter Anstrich
Krepp abziehen, solange die Farbe feucht ist. Nach der Trockenzeit laut Gebinde prüfen, ob die Fläche gleichmäßig deckt, sonst ein zweites Mal streichen.
Typische Fehler
- Kreuz und quer abrollen – im Streiflicht sieht man jede Bahn.
- Pause mitten in der Decke – angetrocknete Ränder zeichnen sich als Ansätze ab.
- Wasserflecken einfach überstreichen – sie kommen durch die neue Farbe wieder durch.
- Rolle zu nass – Farbe spritzt und läuft am Stiel herunter.
Profi-Tipps
- Zu zweit: einer streicht die Ränder vor, der andere rollt direkt hinterher.
- Erst die Decke, dann die Wände streichen.
- Ein Spritzschutz für die Rolle oder ein Lappen um den Stiel hält Farbe von den Händen fern.
Sicherheit
- Schutzbrille tragen – Farbspritzer über Kopf landen sonst im Auge.
- Leiter standsicher aufstellen und nicht von der obersten Stufe arbeiten.
- Arbeiten an der Deckenleuchte nur bei ausgeschalteter Sicherung.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei sehr hohen Decken (Treppenhaus, Altbau über ca. 3,5 m), großen Rissen, abblätternden Altanstrichen oder immer wiederkehrenden Wasserflecken – dann zuerst die Ursache klären.