Wände streichen
Gleichmäßig deckend streichen ohne Streifen und Ansätze – von der Vorbereitung bis zum zweiten Anstrich.

- Schwierigkeit
- leicht
- Zeitaufwand
- ca. 1 Tag pro Raum
- Kostenrahmen
- 60–180 € pro Raum
- Schritte
- 10
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja. Für Mieter gelten die Regeln zu Schönheitsreparaturen im Mietvertrag; bei Auszug oft neutrale, helle Farbtöne verlangt.
Werkzeug
- Farbrolle (Lammfell oder Polyamid, 18–25 cm) bei Amazon ansehen Werbung
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- Flachpinsel 50–70 mm oder Eckenroller bei Amazon ansehen Werbung
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Material
- Wandfarbe (Dispersion, Deckkraftklasse 1 oder 2)
- Malerkrepp
- Abdeckfolie und Malervlies für den Boden
- ggf. Tiefgrund für saugende Untergründe
- Spachtelmasse für Löcher
Schritt für Schritt: Wände streichen
Raum vorbereiten
Möbel ausräumen oder in die Raummitte stellen und abdecken. Boden mit Vlies auslegen, Steckdosen- und Schalterabdeckungen nur bei abgeschalteter Sicherung abschrauben oder sorgfältig abkleben.
Untergrund prüfen
Wischprobe (kreidet die alte Farbe?), Kratzprobe (hält sie?) und Benetzungsprobe (Wasser zieht sofort ein = stark saugend). Kreidende oder saugende Flächen vorher grundieren.
Ausbessern und abkleben
Löcher und Risse spachteln, trocknen lassen, glatt schleifen. Fußleisten, Fensterrahmen und Kanten zu angrenzenden Flächen sauber abkleben.
Farbe aufrühren, Rolle vorbereiten
Farbe gründlich aufrühren. Neue Rollen vorher mit Kreppband abrollen, um lose Fasern zu entfernen.
Ränder vorstreichen
Ecken, Kanten und Ränder an Decke, Fußleiste und Fenstern mit Pinsel oder Eckenroller etwa 5 cm breit vorstreichen. Nur so viel, wie du gleich danach mit der Rolle anschließen können.
Rolle richtig abstreifen
Rolle in die Farbe tauchen und auf dem Gitter abrollen, bis sie satt, aber nicht tropfend gefüllt ist.
Fläche rollen
Feld für Feld (ca. 1 × 1 m) zuerst im W auftragen, dann ohne neue Farbe senkrecht verteilen. Bahn an Bahn nass in nass arbeiten und die Wand ohne Pause fertigstreichen.
Zum Licht hin abrollen
Zum Schluss jede Bahn mit leichtem Druck in einer Richtung abrollen – am besten vom Fenster weg in den Raum. So sind Rollspuren im Streiflicht kaum sichtbar.
Klebeband abziehen
Krepp abziehen, solange die Farbe noch feucht ist – so entstehen saubere Kanten ohne abgerissene Farbhaut.
Zweiter Anstrich
Nach der Trocknungszeit laut Gebinde (meist 4–6 Std.) einen zweiten Anstrich auftragen, wenn der erste nicht gleichmäßig deckt.
Typische Fehler
- Pause mitten in der Wand – angetrocknete Ränder zeichnen sich als Ansätze ab.
- Zu wenig Farbe auf der Rolle – die Fläche wird wolkig und streifig.
- Billige Farbe mit schlechter Deckkraft – drei Anstriche kosten am Ende mehr.
- Bei Sonne, Zugluft oder Heizungsluft streichen – die Farbe trocknet zu schnell an.
Profi-Tipps
- Deckkraftklasse 1 nach DIN EN 13300 deckt am besten; der Wert steht auf dem Eimer.
- Bei Pausen Rolle und Pinsel in Folie wickeln statt auswaschen.
- Mehrere Eimer desselben Farbtons vorab in einem großen Gefäß mischen, damit es keine Farbunterschiede gibt.
- Erst die Decke, dann die Wände streichen.
Sicherheit
- Leiter standsicher aufstellen, nicht von der obersten Stufe aus arbeiten.
- Abdeckungen an Steckdosen und Schaltern nur bei ausgeschalteter Sicherung abnehmen.
- Gut lüften; Schutzbrille beim Streichen über Kopf.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei Rissen, die immer wieder aufgehen, feuchten Flecken oder abblätternden Altanstrichen auf großer Fläche – dann liegt die Ursache im Untergrund.
Passender Rechner: Wandfarbe – Liter Farbe für Wände und Decke