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Wände & Decken

Löcher und Risse spachteln

Dübellöcher, Macken und feine Risse in Putz oder Gipskarton so füllen, dass man nach dem Streichen nichts mehr sieht.

Heimwerker hat ein winziges Dübelloch so großzügig zugespachtelt, dass ein riesiger weißer Fleck die halbe Wand bedeckt, und schaut zufrieden darauf.
Schwierigkeit
leicht
Zeitaufwand
30–60 Min. + Trocknung
Kostenrahmen
5–25 €
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja. Typische Heimwerkerarbeit; ob du Dübellöcher beim Auszug schließen musst, hängt vom Mietvertrag ab – bei einer wirksamen Schönheitsreparaturklausel gehört das in der Regel dazu.

Werkzeug

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Material

  • Gips- oder Füllspachtel für innen (Pulver oder fertig angemischt)
  • ggf. Rissbrücke oder Gewebeband für Risse
  • Tiefgrund oder Wasser zum Vornässen
  • ggf. Gipsreste oder Mörtel für sehr große Löcher

Schritt für Schritt: Löcher und Risse spachteln

  1. Loch säubern

    Dübel herausziehen, lose Brösel mit dem Cutter wegkratzen und Staub auspinseln. Spachtel haftet nur auf festem, staubfreiem Grund.

  2. Riss aufweiten

    Feine Risse mit der Cutterspitze leicht V-förmig aufkratzen, damit die Masse in den Riss hineinkommt und nicht nur obenauf liegt.

  3. Vornässen oder grundieren

    Stark saugende Stellen leicht anfeuchten oder grundieren. Sonst zieht der Untergrund dem Spachtel das Wasser zu schnell heraus und er reißt.

  4. Spachtel anmischen

    Pulver nach Packungsangabe in Wasser einstreuen und klümpchenfrei verrühren. Nur so viel anmischen, wie du in der Verarbeitungszeit verbrauchst.

  5. Füllen und abziehen

    Masse kräftig ins Loch drücken und mit dem Spachtel quer und längs bündig abziehen. Tiefe Löcher in mehreren Schichten füllen und jede Schicht anziehen lassen.

  6. Risse armieren

    Risse, die schon einmal aufgegangen sind, mit Gewebeband oder Rissvlies überbrücken und darüber dünn und breit auslaufend spachteln.

  7. Schleifen

    Nach dem Trocknen mit Körnung 120–180 plan schleifen. Mit einer Taschenlampe im Streiflicht prüfen und Mulden bei Bedarf nachspachteln.

  8. Grundieren vor dem Streichen

    Gespachtelte Stellen vor dem Streichen grundieren oder vorstreichen. Sonst sieht man sie später als matte Flecken.

Typische Fehler

  • Masse zu dick in einem Gang – sie reißt oder sackt ein.
  • Auf Staub spachteln – die Stelle fällt wieder heraus.
  • Nicht breit genug auslaufen lassen – an der Kante bleibt ein Absatz sichtbar.
  • Gespachtelte Stellen ohne Grundierung überstreichen – sie zeichnen sich ab.

Profi-Tipps

  • Für viele kleine Löcher reicht fertiger Spachtel aus der Tube; für Flächen ist Pulver günstiger.
  • Leicht überstehend spachteln und nach dem Trocknen schleifen ist einfacher als nachträglich auffüllen.
  • Risse, die immer wieder an der gleichen Stelle aufgehen, sind Bewegungsrisse – dort hilft nur Armierung oder eine elastische Lösung.

Sicherheit

  • Beim Schleifen Staubmaske (mind. FFP2) tragen.
  • In Gebäuden vor etwa 1993 können alte Spachtelmassen Asbest enthalten – bei Verdacht nicht schleifen, sondern prüfen lassen.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei breiten, durchgehenden oder treppenförmigen Rissen, Rissen über Tür- und Fensterstürzen oder Rissen, die wachsen – das kann ein statisches Problem sein.