Stuck- und Deckenleisten anbringen
Leichte Deckenleisten aus Polystyrol, PU oder ähnlichem Material mit sauberen Gehrungen ankleben und verfugen.

- Schwierigkeit
- mittel
- Zeitaufwand
- 2–4 Std. pro Raum
- Kostenrahmen
- 30–150 € pro Raum
- Schritte
- 9
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja für leichte Leisten aus Polystyrol oder PU. Mieter: vorher mit dem Vermieter absprechen.
Werkzeug
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- Feuchter Schwamm
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Material
- Deckenleisten (Polystyrol, PU oder Hartschaum)
- Montage- oder Stuckkleber laut Leistenhersteller
- Acryl für Fugen
- ggf. Stifte zum vorübergehenden Halten
Schritt für Schritt: Stuck- und Deckenleisten anbringen
Untergrund prüfen
Decke und Wand müssen tragfähig, trocken und sauber sein. Lose Tapete oder kreidende Farbe im Klebebereich entfernen, saugende Flächen grundieren.
Leisten akklimatisieren
Leisten möglichst einen Tag im Raum lagern, damit sie sich an Temperatur und Feuchte anpassen.
Aufteilung planen
Raum ausmessen und mit den Innenecken beginnen. Stöße möglichst an unauffälligen Stellen planen, nicht direkt gegenüber der Tür.
Gehrung schneiden
Leiste in die Schneidlade legen – so, wie sie später sitzt: Wandseite an die Rückwand der Lade, Deckenseite auf den Boden der Lade. Dann im 45°-Schnitt sägen. Für Innen- und Außenecken jeweils das Gegenstück spiegelbildlich.
Probehalten
Beide Eckstücke trocken anhalten und nachschneiden, bis die Gehrung schließt. Raumecken sind selten genau 90°.
Kleber auftragen
Kleber in einer Raupe auf beide Auflageflächen der Leiste geben, auch auf die Stirnseiten an Stößen und Gehrungen.
Andrücken
Leiste andrücken und leicht hin- und herschieben, bis sie satt anliegt. Herausquellenden Kleber sofort mit Spachtel und feuchtem Schwamm abnehmen.
Fugen schließen
Nach dem Trocknen Anschlussfugen zu Wand und Decke sowie Stöße mit Acryl schließen und glätten.
Überstreichen
Leisten nach Herstellerangabe mit Dispersionsfarbe überstreichen. Polystyrol nur mit lösemittelfreien Farben.
Typische Fehler
- Gehrung in der falschen Lage geschnitten – die Ecken passen nicht zusammen.
- Auf Tapete oder kreidende Farbe kleben – die Leiste fällt mitsamt Untergrund ab.
- Lösemittelhaltigen Kleber oder Lack auf Polystyrol – das Material löst sich auf.
- Kleberreste antrocknen lassen – bleiben als Wülste sichtbar.
Profi-Tipps
- Ein paar Probeschnitte an einem Reststück sparen teure Fehlschnitte.
- Bei krummen Wänden flexible Leisten oder kürzere Stücke verwenden.
- Schwere Gipsstuckleisten brauchen anderes Material und meist zusätzliche Befestigung – das ist Stuckateurarbeit.
Sicherheit
- Leiter standsicher aufstellen und nicht weit zur Seite lehnen.
- Mit Cuttermesser und Säge vom Körper weg arbeiten.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei echtem Gipsstuck, Restaurierung von Altbau-Stuck oder schweren Profilen – dann Stuckateur.