Türzarge lackieren
Abgestoßene oder vergilbte Holz- oder Stahlzargen anschleifen und neu lackieren – mit sauberen Kanten zur Wand.

- Schwierigkeit
- mittel
- Zeitaufwand
- 2–3 Std. Arbeit + 1–2 Tage Trocknung
- Kostenrahmen
- 20–40 €
- Schritte
- 8
Kann ich das selbst machen?
Ampel grün: Ja. Mieter: Lackieren von Türen und Zargen gehört je nach Mietvertrag zu den Schönheitsreparaturen – Farbton im Zweifel absprechen.
Werkzeug
- Lackrolle (Schaumstoff oder Kurzflor) 10 cm
- Lackpinsel (Flach- und Ringpinsel) bei Amazon ansehen Werbung
- Schleifpapier oder Schleifschwamm (Körnung 180–240)
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Material
- Lack für Holz bzw. Metall (wasserbasiert oder lösemittelhaltig, seidenmatt oder glänzend)
- Haftgrund oder Rostschutzgrundierung für blanke Stellen
- Malerkrepp für Lack
- Anlauger oder Reiniger
- Acryl für Fugen zur Wand
Schritt für Schritt: Türzarge lackieren
Tür aushängen
Türblatt aus den Bändern heben und sicher abstellen. Das erleichtert die Arbeit an der Zarge erheblich.
Dichtung und Beschläge
Die Gummidichtung aus der Nut ziehen, Schließblech abschrauben oder abkleben. Türbänder sorgfältig abkleben.
Reinigen und anschleifen
Zarge mit Reiniger entfetten, klar nachwaschen und trocknen lassen. Dann gleichmäßig anschleifen, bis der alte Lack matt ist.
Macken ausbessern
Dellen mit Feinspachtel füllen, schleifen. Blanke Stellen an Stahlzargen mit Rostschutz-, an Holz mit passender Grundierung vorstreichen.
Abkleben
Wand entlang der Zarge mit Malerkrepp abkleben. Die offene Fuge zwischen Zarge und Wand vorher mit Acryl schließen.
Lackieren
Profile und Ecken mit dem Pinsel vorlegen, glatte Flächen dünn mit der Rolle lackieren und in Längsrichtung abrollen. Abschnittweise arbeiten, damit die Kanten nicht antrocknen.
Zwischenschliff, zweiter Anstrich
Nach dem Trocknen fein zwischenschleifen, entstauben und ein zweites Mal dünn lackieren.
Krepp abziehen, montieren
Das Klebeband abziehen, solange der Lack noch nicht ganz hart ist. Dichtung und Tür erst nach der Durchtrocknungszeit laut Dose wieder einsetzen.
Typische Fehler
- Ohne Anschleifen auf glänzenden Altlack – der neue Lack blättert ab.
- Wasserbasierten Lack auf ungeschliffenen Alkydlack – schlechte Haftung; im Zweifel Haftgrund.
- Dichtung mitlackieren – sie wird hart und dichtet nicht mehr.
- Tür zu früh einhängen – die Lackschicht klebt und reißt an.
Profi-Tipps
- Moderne Lacke auf Wasserbasis vergilben weniger als lösemittelhaltige Alkydlacke.
- Ein Holzklotz unter dem Türblatt hält es beim Lackieren der Tür selbst stabil.
- Für Stahlzargen eignet sich ein Lack, der für Metall und Holz freigegeben ist.
Sicherheit
- Gut lüften; bei lösemittelhaltigem Lack keine offenen Flammen.
- Alte Lackschichten (etwa vor 1980) können Blei enthalten – nicht trocken schleifen, sondern nass schleifen oder prüfen lassen.
Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei verzogenen oder losen Zargen, Brand- oder Rauchschutztüren (Zulassung nicht beeinträchtigen) oder wenn der Lack großflächig abgebeizt werden muss.