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Wände & Decken

Wand glätten vor dem Streichen

Unebene, raue oder ausgebesserte Wände vollflächig spachteln, damit der Anstrich glatt und gleichmäßig wird.

Heimwerker leuchtet zufrieden mit einer Taschenlampe flach über seine frisch gespachtelte Wand, und die Schatten zeigen eine ganze Mondlandschaft.
Schwierigkeit
mittel
Zeitaufwand
1–2 Tage pro Raum mit Trocknung
Kostenrahmen
3–8 € pro m²
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja, braucht aber Geduld und Übung. Mieter: Vorbereitungsarbeiten sind meist unproblematisch.

Werkzeug

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Material

  • Flächen- oder Feinspachtel für innen
  • Tiefgrund
  • ggf. Malervlies als Alternative bei vielen feinen Rissen

Schritt für Schritt: Wand glätten vor dem Streichen

  1. Untergrund prüfen

    Tapetenreste, lose Farbe und Staub entfernen. Kratzprobe: Was sich mit dem Spachtel abheben lässt, muss runter.

  2. Grundieren

    Saugende oder kreidende Flächen grundieren und trocknen lassen. So haftet der Spachtel gleichmäßig.

  3. Grobe Stellen vorfüllen

    Löcher, Ausbrüche und tiefe Mulden zuerst einzeln füllen und trocknen lassen.

  4. Erster Spachtelgang

    Masse mit der Kelle auftragen und mit dem breiten Flächenspachtel straff und dünn abziehen. Bahn an Bahn arbeiten, die Ansätze leicht überlappen.

  5. Grate entfernen

    Nach dem Anziehen Grate mit dem Spachtel abstoßen. Vollständig trocknen lassen.

  6. Zweiter Spachtelgang

    Den zweiten Gang quer zum ersten ziehen. So füllen sich verbleibende Riefen.

  7. Schleifen im Streiflicht

    Fein schleifen und mit einer Lampe flach an der Wand entlang leuchten. Schatten zeigen Mulden, die nachgespachtelt werden.

  8. Entstauben und grundieren

    Staub absaugen und die ganze Fläche grundieren, damit der Anstrich gleichmäßig trocknet und keine Flecken entstehen.

Typische Fehler

  • Zu dick spachteln, um sich Arbeit zu sparen – mehr Schleifen und Risse.
  • Ohne Streiflicht prüfen – Mulden fallen erst nach dem Streichen auf.
  • Gespachtelte Wand ohne Grundierung streichen – Spachtelflächen werden matter oder fleckig.

Profi-Tipps

  • Feinspachtel aus dem Eimer ist anfängerfreundlich: keine Klumpen, längere Verarbeitungszeit.
  • Bei vielen feinen Rissen ist Malervlies oft schneller als Spachteln.
  • Wände, die nur matt gestrichen werden und nicht im Streiflicht liegen, brauchen selten perfekte Glätte.

Sicherheit

  • Beim Schleifen Staubmaske (mind. FFP2) und Schutzbrille tragen.
  • In Gebäuden vor etwa 1993 alte Spachtel- und Putzschichten bei Verdacht auf Asbest nicht schleifen, sondern prüfen lassen.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei sehr großen, glatt gewünschten Flächen (Q4), Wänden mit ständig neuen Rissen oder feuchten Stellen.