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Wände & Decken

Wand verputzen (Ausbesserung, Innenputz)

Ausgebrochene oder hohle Putzstellen innen ausbessern – mit passendem Putz, Abziehlatte und Reibebrett.

Heimwerker klopft vorsichtig eine kleine hohle Putzstelle ab, und hinter ihm rutscht gerade der halbe Wandputz in einem Stück herunter.
Schwierigkeit
mittel
Zeitaufwand
½–1 Tag (+ Trocknung)
Kostenrahmen
15–60 €
Schritte
8

Kann ich das selbst machen?

Ampel grün: Ja für kleinere Flächen bis etwa 1 m². Ganze Wände sind eine andere Liga. Mieter: Ausbesserungen nach Absprache.

Werkzeug

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Material

  • Innenputz passend zum Bestand (z. B. Gips-, Kalkgips- oder Kalkputz)
  • Haftgrund oder Tiefgrund laut Putzhersteller
  • ggf. Putzgewebe
  • ggf. Eckschutzschiene

Schritt für Schritt: Wand verputzen (Ausbesserung, Innenputz)

  1. Hohlstellen abklopfen

    Wand mit dem Hammerstiel abklopfen. Hohl klingender Putz wird bis an den festen Rand entfernt, sonst löst er sich später mit dem neuen Putz ab.

  2. Putzart bestimmen

    Gipsputz ist hart und hell, Kalkputz weicher und oft sandiger. Möglichst ein gleichartiges Material verwenden, das laut Hersteller zum Altputz passt – im Zweifel ein Stück Altputz in den Baumarkt oder Fachhandel mitnehmen.

  3. Untergrund vorbereiten

    Staub und lose Teile entfernen. Saugende Untergründe vornässen oder grundieren, glatte Flächen mit Haftgrund behandeln – je nach Putzsystem.

  4. Putz anmischen

    Putz nach Packung anrühren. Nur so viel, wie du in der Verarbeitungszeit schaffst – Gipsputz zieht schnell an.

  5. Auftragen

    Putz mit der Kelle kräftig anwerfen oder andrücken. Tiefe Stellen in mehreren Lagen aufbauen; die Schichtdicke pro Lage steht auf dem Sack.

  6. Bündig abziehen

    Mit Kartätsche oder Latte über den Rand des alten Putzes hinweg in Zickzackbewegung abziehen, bis die Stelle bündig ist. Mulden auffüllen und erneut abziehen.

  7. Oberfläche bearbeiten

    Wenn der Putz angezogen hat, mit dem feuchten Schwammbrett kreisend filzen oder mit der Glättkelle glätten – je nach gewünschter Oberfläche.

  8. Trocknen lassen

    Vor dem Streichen oder Tapezieren vollständig durchtrocknen lassen. Als Faustwert gilt oft etwa 1 Tag pro mm Schichtdicke – genauer steht es auf dem Sack.

Typische Fehler

  • Auf hohlen oder sandenden Putz aufputzen – die Ausbesserung fällt mit dem Altputz ab.
  • Gipsputz an dauerhaft feuchten Wänden, etwa im Keller – Gips verträgt dauernde Feuchte nicht.
  • Zu dick in einer Lage – der Putz reißt oder rutscht ab.
  • Zu früh streichen – Flecken und Abplatzungen.

Profi-Tipps

  • Kanten der Fehlstelle schräg abschlagen, damit der neue Putz besser einbindet.
  • Für Schlitze nach Leitungsarbeiten eignet sich oft schnell abbindender Gips; größere Flächen besser mit Maschinen- oder Handputz.
  • Übergänge zum alten Putz nach dem Trocknen mit Spachtelmasse nachziehen, wenn die Wand glatt werden soll.

Sicherheit

  • Beim Abschlagen Schutzbrille, Handschuhe und Staubmaske tragen.
  • Vor dem Stemmen Leitungen orten.
  • Kalkputz ist ätzend – Haut und Augen schützen, Spritzer sofort mit Wasser auswaschen.

Wann ein Fachbetrieb nötig ist: Bei großflächig hohlem Putz, feuchten oder salzbelasteten Wänden (Ausblühungen), Lehmputz im Altbau oder wenn ganze Räume neu verputzt werden sollen.